Wirtschaft : Berliner Handwerk steckt in der Krise Kammer verteidigt Meisterprüfung

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Berlin (jaf). Das Berliner Handwerk steuert 2003 auf das achte Krisenjahr in Folge zu. Diesen pessimistischen Ausblick gab HansDieter Blaese, Präsident der Berliner Handwerkskammer, am Montag bei der Vorstellung der Eckdaten für die ersten neun Monate des Jahres 2002. Innerhalb dieses Zeitraumes sei die Zahl der Handwerksbetriebe in Berlin um 220 auf 27 183 gefallen. Die Zahl der Beschäftigten sei um 3690 auf nun 212 000 gesunken. Als Gründe für die Flaute nannte Blaese sinkende Aufträge und die Sparpolitik von Bund und Land. 2003 seien weitere Betriebsschließungen zu befürchten, sollten Bundesregierung und Berliner Senat an ihren Steuerplänen und der Investitionszurückhaltung festhalten. „Aufträge der öffentlichen Hand sind eine Bank“, sagte Blaese. „Wer sie hat, kann ruhig schlafen, auch wenn das Geld etwas später kommt.“ Gleichzeitig trat Blaese Überlegungen der Bundesregierung zur Aufweichung der Meisterprüfung entgegen. Die Meisterprüfung solle weiterhin Eingangsvoraussetzung für die Selbstständigkeit im Handwerk bleiben. Meisterbetriebe schüfen im Durchschnitt zehn Arbeitsplätze, Betriebe ohne Qualifikationsnachweise lediglich drei.

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