Wirtschaft : Berliner Karstadt-Haus verkauft

Immobilie wird saniert und dann zurückgemietet

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Berlin - Karstadt-Quelle hat zwei Warenhäuser in Berlin-Steglitz an den Düsseldorfer Einkaufszentren-Betreiber Multi Development Germany verkauft. Die Immobilien sollen nach einer Mitteilung des Essener Handelskonzerns saniert und später zurückgemietet werden. Der Käufer hat für das Karstadt-Warenhaus und das benachbarte Wertheim-Kaufhaus an der Schloßstraße dem Vernehmen nach einen fast dreistelligen Millionenbetrag gezahlt.

Der Verkauf gehört zu einem Immobilienpaket, deren Verkauf der Konzern Ende März angekündigt hatte. Das Paket hat insgesamt einen Wert von 600 Millionen Euro. Wie viel davon auf die Steglitzer Häuser entfällt, sagte Karstadt-Quelle nicht. Ende März hatte sich der Konzern zudem von 89 Warenhäuser – darunter auch das Berliner Edelkaufhaus KaDeWe und das Alsterhaus in Hamburg – getrennt. Käufer war ein Joint-Venture aus dem US-Immobilienfonds Whitehall (51 Prozent) und der Karstadt-Quelle AG (49 Prozent). Karstadt-Quelle kassiert dafür 4,5 Milliarden Euro, baut damit seinen Schuldenberg ab und mietet auch diese Häuser später wieder zurück.

Die in Berlin-Steglitz verkauften Immobilien mit einer Gesamtfläche von 33 400 Quadratmeter sollen nun vom neuen Eigentümers Multi Development Germany saniert werden. Darum werde das Karstadt-Haus ab Frühjahr 2007 für zwei Jahre geräumt, hieß es. Nach dem Umbau und der Wiedereröffnung im Frühjahr 2009 soll dann das benachbarte Wertheim-Warenhaus geschlossen und im Herbst 2011 als neues Einkaufszentrum wiedereröffnet werden. Karstadt will hier ein Sporthaus hineinsetzen.

Über die Auswirkungen des Verkaufs auf bis zu 650 Beschäftigten in beiden Häusern würden in den nächsten Tagen Gespräche aufgenommen. „Da verliert keiner seinen Job“, sagte Karstadt-Sprecher Elmar Kratz dem Tagesspiegel. Die Mitarbeiter sollen während des Umbaus in anderen Häusern beschäftigt werden. Der Betriebsrat wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Thema äußern. pet

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