Berliner Siemens-Chef geht : Burkhard Ischler verlässt das Unternehmen

Foto: promo
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Berlin - Siemens verliert seinen obersten Repräsentanten in Berlin. Burkhard Ischler verlässt das Unternehmen zum Ende des Jahres, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Siemens bedauert darin das Ausscheiden Ischlers, dankt ihm für sein langjähriges Engagement und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute – nennt aber keinen Grund für das Ausscheiden. Hintergrund ist aber wohl, dass nach dem Amtsantritt von Vorstandschef Joe Kaeser erneut viel Bewegung im Konzern ist, Strukturen angepasst und Aufgaben verändert werden.

Der 51-jährige Ischler, Bankkaufmann und Betriebswirt, kam 1997 von der Deutschen Bank zu Siemens und war dort zunächst für Unternehmensbeteiligungen zuständig. In dieser Funktion verantwortete er auch den Börsengang von Infineon. 2008 kam Ischler nach Berlin als Leiter des Berliner Büros der Leitung der Siemens AG, wie es in der Konzernsprache umständlich heißt. Seine Aufgabe: Kontakt zur Berliner Politik halten und sich unternehmensintern für den Standort Berlin und seine rund 12 000 Mitarbeiter einsetzen.

Beobachter sagen, Ischler habe es nicht leicht gehabt, in die Fußstapfen seines Vorgängers Gerd von Brandenstein zu treten, der selbst Mitglied der Siemens-Familie ist. Es sei ihm nicht in gleicher Weise gelungen, sich als Kopf von Siemens in Berlin zu etablieren und die Interessen des Standorts in der Zentrale mit dem nötigen Nachdruck zu vertreten.

Wer Ischler nachfolgen wird und mit welchen Aufgaben, das werde noch geklärt, heißt es bei Siemens. Auch was Ischler in Zukunft machen wird, ist noch nicht bekannt. Klar ist nur, dass sich nach seinem Abschied von Siemens auch der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände einen neuen Präsidenten suchen müssen. Denn traditionell hat der Berliner Siemens-Chef diese Positionen inne. vis

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