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Berliner Start-up-Schmiede : Rocket Internet verliert weitere Führungskräfte

In die Chefetage von Rocket Internet kommt Bewegung. Nach dem Pressechef verlassen nun zwei hohe Manager das Unternehmen. Von einer Führungskrise will man bei den Berlinern nichts wissen.

Rockt gerade nicht so richtig. Das Berliner Unternehmen muss momentan Rückschläge hinnehmen.
Rockt gerade nicht so richtig. Das Berliner Unternehmen muss momentan Rückschläge hinnehmen.Foto: dpa

Die Startup-Schmiede Rocket Internet verliert weitere Führungskräfte. Nach dem Abgang von Pressechef Andreas Winiarski im Oktober verlässt die Leiterin der Rechtsabteilung, Franziska Leonhardt, Ende des Monats den Berliner Konzern. Zudem werde Vize-Finanzchef Uwe Gleitz in Kürze Rocket den Rücken kehren. Mit der Sache vertraute Personen bestätigten dem Tagesspiegel eine entsprechende Meldung der Nachrichtenagentur Reuters.

Gleitz wie auch Leonhardt waren Mitglieder des ersten Rocket-Aufsichtsrats, der den Börsengang im Oktober 2014 vorbereitet hatte. Beide waren Ansprechpartner nach dem Vorstand und den Chefs für das operative Geschäft und Technikfragen.

Die beiden Manager schieden aus persönlichen Gründen aus, hieß es im Umfeld des Unternehmens. Es handele sich in beiden Fällen also um ein reguläres Ausscheiden. Insofern bestünden keine Probleme, Ersatz zu finden.

Aktienkurs derzeit unter Druck

Rocket kämpft derzeit mit Gegenwind. Der überraschend verschobene Börsengang des Kochbox-Anbieters HelloFresh, Berichte über Streit mit dem schwedischen Groß-Investor Kinnevik und ein zuletzt verlangsamtes Wachstum beim Bruttowarenvolumen ("GMV") sorgten für Unruhe - auch im Konzern.

Der Aktienkurs lag zuletzt bei unter 24 Euro und damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 42,50 Euro. (sf/rtr)