Wirtschaft : Berliner Tagesspiegel

TAGESSPIEGEL

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Sonnabend, 30.August 1997

Schaltbau-Aktien für 180 DM MÜNCHEN (dpa).Die Schaltbau AG, München, bietet neue Aktien zum Preis von 180 DM je 50-DM-Anteil an.Die Aktien werden den Inhabern der alten Stammaktien im Verhältnis fünf zu eins offeriert, teilte das Unternehmen am Freitag mit.Die 200 000 neuen Aktien stammen aus einer Erhöhung des Grundkapitals um nominal zehn Mill.DM auf nunmehr 60 Mill.DM. Bundesbank stellt klar FRANKFURT (MAIN)(rtr).Die Deutsche Bundesbank hat bei Wirtschaftszeitungen und Volkswirten führender Banken Medienberichte dementiert, wonach Bundesbank-Präsident Hans Tietmeyer eine Zinserhöhung auf absehbare Zeit als wenig wahrscheinlich bezeichnet habe."Ein solches Maß an Entwarnung lag ihm fern", sagte Bundesbank-Sprecher Manfred Körber.

Freitag, 29.August 1997

Neues Papier im Freiverkehr BERLIN(Tsp).Amerikanische Hinterlegungszertifikate der russischen JSC Rosneftegazstroy werden jetzt im Freiverkehr der Berliner Börse gehandelt.Die Firma mit Sitz in Moskau ist der führende Piplinebauer für die Öl und Gasindustrie in Rußland.Für 1997 erwartet das Unternehmen einen Gewinn zwischen 75 und 80 Mill.Dollar. Finanzmesse in Frankfurt BERLIN (Tsp).In Frankfurt findet vom 31.Oktober bis 2.November eine gemeinsame Messe für internationale Immobilien- und Finanzprodukte statt.Messeschwerpunkt sind internationale Wohn-, Freizeit und Gewerbeobjekte sowie Kapitalanlagen und Investitionsmöglichkeiten in ganz Europa.Im kommenden Jahr soll die Messe dann in Zürich ihre Tore öffnen.

Donnerstag, 28.August 1997

Bayer nützt Auslandsgewinn LEVERKUSEN (dpa).Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer AG, Leverkusen, wird 1997 wahrscheinlich zum ersten Mal in der Firmengeschichte einen Teil der Dividende aus den Auslandsgewinnen finanzieren.Aus heutiger Sicht werde es nötig sein, die Ergebnisse aus dem Ausland mit zur Ausschüttung an die Aktionäre heranzuziehen, sagte der Finanzvorstand Werner Wenning.Bislang diente dieser Teil des Konzernüberschusses zur Stärkung der Investitionskraft. Betrogene können klagen STUTTGART (AP).Der Bundesrepublik drohen nach Auffassung von Experten Schadensersatzklagen in Millionenhöhe, weil Bonn die EU-Richtlinie zum Schutz von Kapitalanlegern zu spät umgesetzt hat.Unter bestimmten Voraussetzungen könnten betrogene Kunden die Bundesrepublik vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen, sagte am Mittwoch der Staatskommissar der hessischen Börsenaufsicht, Klaus Dieter Brenner, dem Süddeutschen Rundfunk.

Dienstag, 26.August 1997

Ermittlungen eingestellt EBERSWALDE (dpa).Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat die Ermittlungen gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der Volksbank Eberswalde wegen Veruntreuung, Betrug und persönlicher Bereicherung eingestellt.Die anonyme Anzeige habe keinen Anfangsverdacht für die Aufnahme von Untersuchungen begründet, hieß es.Den Vorstandsmitgliedern war in der Anzeige vorgeworfen worden, bankeigene Mittel für private Zwecke verwendet zu haben. Spekulantentricks gegen Chelsea LONDON(dpa).Mit einer falschen Todesmeldung haben Spekulanten versucht, an der Londoner Börse Kasse zu machen.Der Nachrichtendienst der Börse verbreitete am Freitag, der Trainer des Londoner Fußballvereins Chelsea, der Niederländer Ruud Gullit, sei bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.Dies führte zu einem Sturz der Chelsea-Aktien um ein halbes Pfund (etwa 1,50 DM).Finanzexperten sprachen von einem Werk skrupelloser Spekulanten.

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