Wirtschaft : Berliner Tagesspiegel

Verband der Versicherungswirtschaft in BerlinBERLIN (dpa).Als erste Spitzenorganisation der Wirtschaft ist der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nach Berlin umgezogen und wird an diesem Montag seine Arbeit aufnehmen.Der Umzug wurde zu einer Bündelung der Kräfte genutzt.Unter dem Dach des Gesamtverbandes sind jetzt auch die Bereiche Schaden- und Unfall- sowie Lebensversicherung vereinigt.In Berlin sind laut Verband 170 Mitarbeiter beschäftigt.Die einzelnen Sparten waren bisher in Hamburg, Bonn sowie Köln und München tätig.Nach dem Umzug der Regierung wollen mehr als 40 Verbände und Organisationen in Berlin ansässig sein.Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) geht von einem Umzug im Spätherbst 1999 aus.Der Industrieverband will an der Spree 160 Mitarbeiter beschäftigen.Bereits zum 1.April 1999 will der Bundesverband der Deutschen Banken mit 120 Mitarbeitern die Arbeit in Berlin aufnehmen. Siemens schafft 450 Arbeitsplätze in DresdenLEIPZIG (AP).Siemens will nach Angaben seines Vorstandsvorsitzenden Heinrich von Pierer in Dresden 450 neue Arbeitsplätze schaffen, "davon 250 schon in diesem Jahr".Pierer sagte der "Leipziger Volkszeitung", dabei gehe es um Jobs in dem Mikroelektronik-Projekt, das Siemens gemeinsam mit Motorola betreibe.Die Mikroelektronik sei ein Wachstumsgebiet.Vor wenigen Jahren habe Siemens mit Halbleitern zwei Mrd.DM Umsatz erzielt, "in diesem Jahr steuern wir acht Mrd.DM an".Pierer nannte den geplanten Bau eines neuen Werks in Leipzig für 500 Beschäftigte, die systemgebundene Telefone und Bildtelefone bauen sollen, ein klares Bekenntnis zum Standort Ostdeutschland.Zum Teil werde Produktion aus den USA zurückverlagert."Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen." Der Standort Deutschland habe auch positive Seiten: "Die ausgezeichnet ausgebildeten Arbeitskräfte, die hohe Motivation, die gute Infrastruktur." Elf Aquitaine soll bis zu 360 Mill.DM erhaltenBERLIN (rtr).Der französische Mineralölkonzern Elf Aquitaine erhält nach Berichten der Nachrichtenmagazine "Focus" und "Der Spiegel" von Deutschland Zahlungen von bis zu 360 Mill.DM.Das sehe ein Vergleich vor, den die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) mit dem Betreiber der Leuna-Raffinerie geschlossen habe."Focus" schreibt von Zahlungen in Höhe von 260 Mill.DM, der "Spiegel" nennt eine um 100 Mill.DM höheren Betrag."Focus" berichtete, das Land Sachsen-Anhalt steuere 20 Mill.DM bei, den Rest trage der Bund.Dem "Spiegel" zufolge übernimmt Sachsen-Anhalt jedoch 120 Mill.DM und der Bund 240 Mill.DM.Bei den zuständigen Ministerien in Magdeburg war am Wochenende keine Stellungnahme zu erhalten.Die BvS hatte vergangene Woche mitgeteilt, ihr Verwaltungsrat habe einem Vergleich mit Elf im Streit um den ostdeutschen Raffinerie-Neubau zugestimmt, zu den Einzelheiten habe man Vertraulichkeit vereinbart. Schokoladenpreis wird nochmals erhöhtKÖLN (dpa).Die Schokoladenliebhaber müssen sich auf höhere Preise einstellen.Der Süßwarenhersteller Suchard teilte am Sonntag zur Eröffnung der Internationalen Süßwaren-Messe in Köln mit, die Schokoladenproduktion sei 1997 in Deutschland um drei Prozent geschrumpft."Mit dem Volumenrückgang ging gleichzeitig aufgrund hoher Kostensteigerungen ein spürbarer Verfall der Margen einher." Dies könne 1998 "nur durch dringend erforderliche Preiserhöhungen in praktisch allen Segmenten ausgeglichen werden".Suchard hatte bereits zum Jahresanfang die Preise um fünf bis zehn Prozent erhöht.Der Süßwarenverbrauch stagnierte 1997 in Deutschland bei 30 Kilogramm pro Kopf.Von der fünftägigen Kölner Fachmesse, dem größten Süßwarenmarkt der Welt, erwartet die Branche nun frische Impulse.Zu den Neuheiten zählen unter anderem Legosteine aus Kaugummi.

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