Wirtschaft : Berliner Tagesspiegel

Die Chrysler Corporation, Auburn Hills/Michigan, wäre der ideale Partner für Daimler-Benz.Die Produktpaletten beider Autokonzerne überschneiden sich kaum.Chrysler verkauft zudem über 90 Prozent seiner Autos in Nordamerika.Daimler-Benz würde mit Chrysler in den USA zum drittgrößten Anbieter nach General Motors und Ford.Chrysler hat 1997 einen Umsatz von 61,2 Mrd.Dollar (rund 109 Mrd.DM) erreicht, 2,8 Mrd.Dollar Gewinn gemacht und 2,88 Mill.Autos verkauft.Damit lag Chrysler hinter General Motors (Umsatz: 178 Mrd.Dollar) und Ford (153,6 Mrd.) in den USA abgeschlagen auf Rang drei.Chrysler setzt im Ausland jährlich nur rund 200 000 Autos ab, in Europa nur gut 100 000.In den USA ist Chrysler mit den Marken Dodge, Chrysler/Plymouth und Jeep/Eagle besonders bei Geländewagen, Großraumlimousinen und Pickups stark.Das Pkw-Geschäft läuft dagegen nicht besonders gut.Chrysler ist in dem für Daimler-Benz extrem wichtigen US-Luxuswagengeschäft kaum vertreten.General Motors und Ford sind mit Cadillac und Lincoln die US-Hauptkonkurrenten von Mercedes-Benz.Chrysler hat auch kein Lkw-Geschäft, während Daimler-Benz mit seiner US-Tochter Freightliner der größte Anbieter schwerer Lkw in den Vereinigten Staaten ist.Lediglich bei Geländewagen sind die möglichen Partner direkte Gegner, seit die Stuttarter im US-Werk in Tuscaloosa die erfolgreiche M-Klasse-Geländewagen bauen.Diese konkurrieren mit den teuersten Jeep-Modellen.Chrysler war in den frühen achtziger Jahren fast Konkurs und war damals von Lee Iacocca gerettet worden.Iacocca brachte Chrysler mit den Großraumlimousinen und den Jeep-Fahrzeugen aus den roten Zahlen.Allerdings gab es in den frühen neunziger Jahren erneut Probleme, und Iacocca gab 1992 die Führung an Robert J.Eaton ab.Der Ingenieur kam von GM und brachte Chrysler mit Kostensenkungen und neuen Modellen bald Milliardengewinne.dpa

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