Wirtschaft : Berliner Tagesspiegel

Daimler-Benz ist auch in den Vereinigten Staaten ein Riese.Ein Fünftel des Umsatzes macht der Konzern in Nordamerika - nämlich gut 25 Mrd.DM.Das erste Mercedes-Auslandswerk für Personenwagen steht in Tuscaloosa im US-Staat Alabama.Damit waren die Schwaben die ersten, die ein ausländisches Personenwagenwerk in den USA bauten.In dem laufen die Geländewagen der M-Klasse für den weltweiten Verkauf vom Band.Wegen des Nachfragebooms erhöhte der Autobauer die Kapazität dieses Werks auf 80 000 Stück im Jahr.Außerdem übernahm Daimler-Benz im vorigen Jahr das Ford-Schwer-Lastwagen-Geschäft, das inzwischen unter der neuen Marke Sterling geführt wird.Mit seiner Tochter Freightliner ist der Konzern schon lange im Truck-Geschäft tätig.Der Marktanteil mit den US-Lastern liegt bei rund 40 Prozent.Das größte deutsche Industrieunternehmen ist bereits seit 1993 auch an der New Yorker Börse notiert.Es kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 124 Mrd.DM und einen Betriebsgewinn von 4,3 Mrd.DM.Daimler beschäftigt mehr als 300 000 Mitarbeiter.Vorstandschef Jürgen Schrempp kündigte im April an, er peile innerhalb der kommenden zehn Jahre eine Umsatzverdoppelung auf 250 Mrd.DM an.Neben Autos und Nutzfahrzeugen bietet das Unternehmen Flugzeuge, Produkte für die Raumfahrtindustrie und Dienstleistungen an.Doch den größten Anteil am Geschäft steuert traditionell die Fahrzeugsparte Mercedes-Benz bei: im vorigen Jahr allein 3,1 Mrd.DM vom Betriebsgewinn und 53,9 Mrd.DM Umsatzes.In diesem Jahr sollen über 850.000 Autos verkauft werden, nach dem Rekordergebnis von 715.055 Fahrzeugen im Vorjahr.Auch der Nutzfahrzeugbereich erzielte nach verlustreichen Jahren wieder ein positives Ergebnis.Die Luft- und Raumfahrttochter Dasa leistete mit 432 Mill.DM ebenfalls einen positiven Beitrag zum Betriebsgewinn.Dienstleistungstochter Debis erzielte einen Ertrag von 457 Mrd.DM.

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