Wirtschaft : Berliner Tagesspiegel

Die BHF Bank - die Berliner Handels- und Frankfurter Bank - gehört hierzulande zu den kleineren, aber auch feineren Banken.Filialen betreibt sie praktisch nicht, in Deutschland gibt es nur neun Niederlassungen, im Ausland hat sie Stützpunkte in den wichtigen Finanzzentren.Im traditionellen Bankgeschäft beschränkt sie sich auf vermögende Privatkunden.Ihre Geschäfte betreibt die BHF Bank in den Bereichen Unternehmensfinanzierung, Finanzmärkte und Börsen, Private Banking und Vermögensverwaltung und über ihre Tochter Deutsche Hypo mit Kommunaldarlehen und der gewerblichen Immobilienfinanzierung.Neben der ING hat die BHF Bank mit der Düsseldorfer IKB Bank (4,9 Prozent) nur noch einen größeren Aktionär.In ihrer heutigen Erscheinung gibt es die Bank seit 1970.Damals fusionierten die Frankfurter Bank und die Berliner Handelsbank, die vor 140 Jahren in Berlin gegründet worden war.Einer breiteren Öffentlichkeit wurde die BHF Bank allerdings erst bekannt, als 1990 die australische Bond-Gruppe Pleite ging.Die BHF Bank geriet damals in die Schlagzeilen, weil sie erst zwei Jahre zuvor zwei DM-Anleihen aufgelegt hatte, die nun mit einem Mal wertlos waren.Von diesem Rückschlag und dem schwierigen Geschäft Mitte der 90er Jahre hat sich die Bank unter ihrem neuen Vorstandssprecher Ernst Michel Kruse längst wieder erholt.1998 wird die BHF Bank mit ihren rund 2 800 Mitarbeiter vermutlich einen neuen Rekordgewinn einfahren.1997 waren es bei einer Bilanzsumme von 80 Mrd.DM gut 470 Mill.DM.

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