Wirtschaft : Berliner Tagesspiegel

Insofern ist sie nur bedingt mit deutschen Großbanken zu vergleichen.Die Holländer - entstanden 1991 aus der Fusion der drittgrößten niederländischen Bank, der NMB Postbank und der Nationale Nederlanden, der größten Versicherung Hollands - wollen Totalanbieter aller Finanzdienstleister sein.Sie stützen sich auf das Bankgeschäft, auf Versicherungen und die Vermögensverwaltung.Dabei ist das Versicherungsgeschäft derzeit eindeutig der wichtigste Bereich, rund dreiviertel der Erträge kamen 1997 aus diesem Sektor.In Holland gehört die ING zu den drei Marktführern.Aber weil das Potential dort begrenzt ist, hat man frühzeitig die Fühler nach Nordamerika, Asien, Australien und Europa ausgestreckt und will die Position dort durch weitere Übernahmen in den nächsten Jahren ausbauen.Mit Blick auf den Euro hat das Unternehmen seine Expansion in Europa forciert und 1998 neben dem starken Engagement in Deutschland auch die belgische Großbank BBL übernommen.Heute ist die ING weltweit in 60 Ländern aktiv, sie beschäftigt rund 82 000 Mitarbeiter.Zur ING Gruppe gehört auch die traditionsreiche Barings Bank, die 1995 durch die Spekulationsgeschäfte von Nick Leeson in die Pleite rutschte und von den Holländern übernommen wurde.Seit ihrer Gründung vor sieben Jahren hat die ING ihren Nettogewinn pro Jahr um 21 Prozent gesteigert.1997 blieb unter dem Strich bei einer Bilanzsumme von 620 Mrd.DM ein Nettoertrag von knapp 4,9 Mrd.DM übrig.

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