Wirtschaft : Berliner trotzen der Abwärtsbewegung

BERLIN (dr).Vor dem Hintergrund der schweren Kursverluste an den deutschen Börsen konnten sich die Berliner Werte recht gut behaupten.An der Spree gab es sogar zwei ausgesprochene Gewinner.Zum einen waren dies Bewag oder Bekula, wie sie auf dem Parkett genannt werden.Der Berliner Stromversorger, der schon eine 25prozentige Beteiligung an der Gasag hält, will bekanntlich die Berliner Wasserbetriebe kaufen und damit ein Komplettanbieter für Strom, Gas und Wasser werden.Das freut den Börsianer.

Die Herzen der Anleger höher schlagen ließ auch die Teles Informationstechnik, die in der abgelaufenen Woche eine Steigerung der Gesamterlöse im ersten Halbjahr von 80 Prozent vermelden konnte.Das Unternehmen setzt weiter auf Expansionskurs, und die Zukunftaussichten sind gut.Diese Meinung vertraten offensichtlich auch viele Investoren.Unverändert notierten Herlitz.Für den in letzter Zeit arg gebeutelten Büroartikelhersteller ist das schon ein kleiner Erfolg.Denn noch immer sucht man nach Käufern für die Töchter Falkenhöh und Hit.Die Ergebnisprognosen der Analysten fallen eher skeptisch aus.Auf der anderen Seite lockt natürlich der niedrige Aktienkurs.

Die in der Vorwoche arg zurückgestufte Bankgesellschaft konnte einen leichten Gewinn verbuchen.Dies wiegt umso schwerer, als die anderen Großbanken unter der Rußlandkrise litten und Einbußen hinnehmen mußten.Endlich einmal ein Engagement, bei dem die Bankgesellschaft nicht dabei ist, mögen sich die Anleger gesagt haben.

Was tat sich bei Schering? Obwohl die Pille in Brasilien wieder läuft, geht es mit dem Kurs nicht aufwärts.Der Vorfall hat gezeigt, wie abhängig der Konzern von einzelnen Medikamenten sein kann.Anleger müssen sich auf Durststrecken einstellen.

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