Wirtschaft : Berliner Verband hilft Polen

BERLIN (olm).Polens kleine und mittlere Unternehmen wollen von Deutschland lernen.Noch sind lediglich zehn Prozent dieser Firmen in Unternehmensverbänden organisiert.Es fehle deshalb die Lobby, um zum Beispiel finanzielle Unterstützung zu unterhalten, sagte Antoni Rutka, Präsidiumsmitglied der Konföderation polnischer Arbeitgeberverbände (KPA) im Anschluß an ein viertägiges Symposium am Mittwoch in Berlin.Um beim Aufbau entsprechender Strukturen zu helfen, hat die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB) schon 1991 eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit Polen getroffen.Ansprechpartner sind neben der KPA vor allem die Unternehmensverbände in Stettin, Danzig, Posen, Breslau und in Zielona Gora.Dabei geht es der UVB in erster Linie darum, mit Blick auf die gemeinsame Grenze und den wachsenden Warenaustausch den Polen beim Aufbau ihrers Wirtschafts- und Rechtssystems zu helfen.UVB-Geschäftsführer Klaus-Dieter Teufel zufolge umfaßte das Exportvolumen der Gesamtregion 1997 rund eine Mrd.DM.Noch profitieren die Polen mit eher bescheidenen Ausfuhrraten vom gegenseitigen Geschäft; die Handelsbilanz ist negativ.Insgesamt aber haben sich die Wirtschaftsdaten verbessert.Das Bruttoinlandsprodukt stieg 1997 um 6,5 Prozent.Damit nimmt Polen in Europa eine Spitzenstellung ein.Die Investitionen erhöhten sich in den letzten Jahren jeweils um 20 Prozent und die Inflationsrate fiel auf zuletzt 15 Prozent.Ähnlich positive Entwicklungen gab es auf dem Arbeitsmarkt.Auf dem Weg in die EU ist eine positive Wirtschaftsentwicklung die beste Eintrittskarte.Jetzt gehe es darum, die entsprechenden Marktinstrumente in Polen so zu reformieren und zu installieren, daß sie mit den EU-Rahmenbedingungen kompatibel seien, sagte Teufel.

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