Wirtschaft : Berliner Volksbank steckt zurück

BERLIN (dr).Die Berliner Volksbank e.G.wird im laufenden Geschäftsjahr nicht wieder das Ergebnis des Vorjahres erreichen können.Trotz eines nach dem schwächeren ersten Halbjahr recht erfreulichen Anstiegs des Zins- und Provisionsgeschäfts im dritten Quartal rechne das Institut mit einem rückläufigen Teilbetriebsergebnis, heißt es in einer Pressemitteilung des Vorstands anläßlich der Vorlage der Neun-Monats-Zahlen.Allerdings seien alle Sonderbelastungen aus eigener Kraft bewältigt worden.In den operativen Sparten seien lediglich im Wertpapiergeschäft Zuwächse zu erwarten.Die klassischen Geschäftsbereiche klein- und mittelständische Kunden und die private Baufinanzierung hätten sich trotz der schwierigen Lage in Berlin/Brandenburg behaupten können.Im vergangenen Jahr hatte das Teilbetriebsergebnis noch bei 94,8 Mill.DM gelegen.

Bis Ende September ging das Teilbetriebsergebnis um 35,6 Prozent auf 43,9 Mill.DM zurück.Bemerkbar machten sich vor allem der Umzug an den Potsdamer Platz und die Erhöhung des Beitrages zur Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR).

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Mill.auf 68,6 Mill.DM gesunken.Die Risikovorsorge sei gezielt ausgebaut worden, auch wenn die Summe der Risikokredite Ende September unter dem Jahresendstand 1997 gelegen habe.Der Aufwand hierfür habe in den ersten neun Monaten 48,6 Mill.DM betragen, was den Planungen entspreche.Die Zinsspanne verminderte sich aufgrund des verschärften Wettbewerbs von 2,44 auf 2,25 Prozent.Der Zinsüberschuß sank um 3,2 Prozent auf 244,2 Mill.DM.

Zu der angestrebten Fusion mit der Grundkreditbank heißt es in dem Bericht nur kurz, es würden intensive Gespräche geführt.Die Volksbank orientiere sich an dem im genossenschaftlichen Bereich gültigen Grundsatz "Ein Markt - eine Bank".Eine Entscheidung werde getroffen, wenn ein gemeinsames Konzept vorliege, das zu einer langfristigen Lösung innerhalb des genossenschaftlichen Verbandes führe.

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