Wirtschaft : Berliner Weberbank: Institut mit Internet-Angebot

Die Berliner Weberbank bietet als erste deutsche Privatbank ein Vollbankangebot - Banking und Brokerage - im Internet an. Zur Verschlüsselung der Datenübertragung wird das PIN/TAN-Verfahren angewendet. Neben dem Stammmarkt Berlin werde das Institut damit künftig auch vermögende Privatkunden im übrigen Bundesgebiet ansprechen, sagte Christian Grün, Persönlich haftender Gesellschafter der Bank am Donnerstag vor der Presse. Er sei sehr zuversichtlich, "dass wir sehr schnell Kunden in anderen Regionen Deutschlands für uns interessieren können". Das Internet fordere geradezu die regionale Öffnung, so Grün weiter. Die Merkmale einer Privatbank sollen aber auch im Internet beibehalten werden. Dazu gehörten der persönliche Kontakt zum Kunden, und die individuelle Beratung und Betreuung. Beispielsweise empfehlen Experten eine Vorauswahl aussichtsreicher Wertpapiere. Bei der Offline-Betreuung erabeitet das Institut beispielsweise nicht mit einem Callcenter zusammen. Der Telefonservice ist ausnahmslos mit erfahrenen Bankkaufleuten aus dem eigenen Hause besetzt, und steht werktags von acht Uhr bis 18 Uhr zur Verfügung. Um den Charakter als Privatbank deutlicher herauszustellen hat sich die ehemalige Weberbank Berliner Industriebank zudem in Werberbank Privatbankiers KGaA umbenannt.

An den Besitzverhältnissen hat sich nichts geändert. Mehr als 94 Prozent der Bank gehören der Bankgesellschaft Berlin und es hat in der vergangenen Zeit "keinerlei Gespräche mit anderen Interessenten gegeben", so Grün. Dabei ist die Bank mit einer Bilanzsumme von 6,1 Milliarden Euro und knapp 15 000 Privatkunden ausgesprochen gut aufgestellt und will auch für das laufende Geschäftsjahr eine zweistellige Dividende "mit einer 2 vor dem Komma" zahlen.

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