Wirtschaft : Berliner Werte im Trend der Weltbörsen

BERLIN (mot).Auch die Berliner Werte profitierten in der vergangenen Börsenwoche mehrheitlich von der Kurserholung.Zehn Gewinnern standen nur drei Verlierer gegenüber.Kurz vor dem Wochenende gab die Zinssenkung der US-Notenbank dem Markt zusätzliche Impulse.Der Dax durchbrach im Gefolge der internationalen Börsenentwicklung die 4000-Punkte-Marke und landete nach kräftigen Abschlägen in der jüngsten Vergangenheit bei 4489,10 Punkten.Das war im Vergleich zum Freitag der Vorwoche ein Plus von 12,7 Prozent.

An der Spree lagen mit weitem Vorsprung Aktien der Berliner Freiverkehr (Aktien) AG an der Spitze der Kursgewinner.Das Papier kletterte um stolze 63,5 Prozent und war damit auch über das Berliner Parkett hinaus Favorit der Anleger.Zweistellige Zuwächse verbuchten auch Teles, Sero, Berliner Elektro und Progeo.Mit einem Großauftrag der Ruhrgas AG in den Büchern beeindruckten PSI die Anleger.Die Aktie kam um 8,5 Prozent voran.

Erstaunlich positiv entwickelte sich das Schering-Papier.Äußerungen des stellvertretenden Schering-Chefs Klaus Pohle, aufgrund der Dollar-Schwäche müsse die Ergebnis-Planung des Pharma-Konzerns revidiert werden, konnten der Aktie offenbar wenig anhaben.Trotz eines zwischenzeitlichen Formtiefs zur Wochenmitte kletterte der Schering-Kurs um 6,2 Prozent auf 180 DM.Keine Entwarnung allerdings für Klaus Pohle.Bei einem Kurs von 179,90 DM sei Schering unterbewertet, hatte er in einem Interview gesagt, die Sorge vor Übernahmen wachse.

Mit Spannung werden Börsianer in der kommenden Woche die Kursentwicklung der Bankgesellschaft-Aktie verfolgen.Die Nachricht, die Fusions-Pläne mit der NordLB würden vorläufig auf Eis gelegt, erreichte die Börse am Freitag abend erst nach Handelsschluß.Mit 26,50 DM, einem Minus von 3,6 Prozent, hatte das Papier den Handel beendet.Anleger waren schon wegen der Verzögerungen bei den Verhandlungen mit der NordLB im Wochenverlauf nervös geworden.

Im Minus lag auch der zweite große Berliner Wert, die Herlitz AG.Obwohl sich die Chefetage beeilt hatte, Spekulationen über Aktienverkäufe der Herlitz-Familie zu dementieren, konnte sich der Kurs nicht wirklich erholen.Herlitz-Stämmer verbilligten sich um 1,7 Prozent.Nummer drei im Bunde der Verlierer waren abermals MVS.Die Aktie rutschte gegen den Markttrend um 5,8 Prozent auf 6,50 DM.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben