Chronik : Daimler Benz am Potsdamer Platz

Frühjahr 1989.

Daimler- Benz entscheidet sich für den Standort Berlin

Spätsommer 1989. Noch vor dem Mauerfall beginnen die Grundstücksverhandlungen mit dem Senat

Juli 1990. Für 47,485 Millionen Euro verkauft der rot-grüne Senat das Grundstück von 61 710 Quadratmetern. Zwei Jahre später zahlte der Konzern 33,8 Millionen Euro nach, denn den ursprünglichen Kaufpreis hielten Wettbewerbshüter für rechtswidrig.

Oktober 1991. Der städtebaulicher Ideenwettbewerb wird ausgeschrieben.

November 1993. Erster Spatenstich für das Vier-Milliarden-Projekt nach Plänen prominenter Architekten: Arata Isozaki, Renzo Piano, Christoph Kohlbecker und Hans Kollhoff.

Oktober 1994. Grundsteinlegung

Oktober 1995. Die Info-Box wird aufgestellt

Oktober 1996. Richtfest, ein Jahr später zieht Debis ein.

Juni 1997. Der Vorstand beschließt, die Zentrale des Deutschlandsvertriebs von Stuttgart und vier anderen Standorten nach Berlin zu verlegen. Das betrifft 500 bis 550 Mitarbeiter, die ab Mitte 1998 in die neuen Büros am Potsdamer Platz einziehen werden.

Mai 1998. Der frühere Daimler-Chef Edzard Reuter wird 106. Ehrenbürger der Stadt Berlin. In seiner Laudatio nannte Diepgen ihn einen Visionär, der mit der Entscheidung zur debis-Ansiedlung schon vor der Wende "an der Mauer und über die Mauer hinweg ein Signal setzen" wollte.

Oktober 1998. Am 2.10. wird das Stück Großstadt, das aus 19 Häusern, zehn neuen Straßen, einer zentralen Piazza - dem Marlene-Dietrich-Platz - und rund 12000 Quadratmetern Wasserfläche besteht, nach vierjähriger Bauzeit offiziell eröffnet. Daimler-Benz investierte rund vier Milliarden Mark. Nach dem Leitplan von Renzo Piano schuf ein internationales Architektenteam das neue Viertel. Auch wenn die zwei Daimler-Benz-Hochhäuser direkt am Potsdamer Platz erst im nächsten Jahr fertig werden, gilt das Projekt als eröffnungsreif.

Oktober 1998. Der U-Bahnhof Mendelssohn- Bartholdy-Platz wird fertiggestellt.. Der Senat hatte vergeblich darauf spekuliert, dass Daimler  sich an den Kosten beteiligt.

Oktober 1999. Vorstandschef Jürgen Schrempp weiht die neue Repräsentanz des Konzerns im Weinhaus Huth am Potsdamer Platz ein. Der Umbbau kostete 70 Millionen Mark.

März 2006. Daimler-Chrysler prüft den Verkauf der Immobilien am Potsdamer Platz. Sie seien "nicht betriebsnotwendig“.

Dezember 2007. Der Konzern verkauft für knapp 1,4 Milliarden Euro seine 19 Gebäude am Potsdamer Platz mit einer Fläche von 260.000 Quadratmetern an die Immobilienfonds-Tochter der schwedischen SEB-Bank.

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