Energiegewinn : Biodiesel aus Frittierfett?

Aus Frittierfett an Pommes- und Bratwurstbuden könnte künftig neue Energie entstehen. Ganz konkret: Aus gebrauchtem Fett wird recyceltes Biodiesel. Ein Berliner Entsorger von Gastronomie-Abfällen hatte die umweltfreundliche Idee.

Biodiesel Frittierfett
Aus Frittierfett könnte Biodiesel werden. -Foto: ddp

BerlinGebrauchtes Brat- und Frittierfett der Berliner Gastronomie soll künftig zu Biodiesel verarbeitet werden. Die Produktion von Biodiesel sei die beste Möglichkeit, um Altspeisefette umweltfreundlich aufzubereiten und zu verwerten, sagte der Geschäftsführer der Berliner Entsorgungsgesellschaft Bral Reststoff-Bearbeitungs GmbH, Harald Abraham.

Bral hat hierfür mit der Vital Fettrecycling GmbH aus dem westfälischen Borken eine Kooperation vereinbart. Das Berliner Unternehmen entsorgt den Angaben zufolge ab sofort neben Speiseresten auch das Altfett der Gastronomie. Dieses wird aufbereitet und von der Vita-Tochtergesellschaft Petrotec zu Biodiesel verarbeitet. Der Treibstoff geht dann an Speditionen und Mineralölhändler.

Biodiesel aus Abfallstoffen

Petrotec-Chef Roger Böing sieht in der Produktion von Biodiesel aus Rest- und Abfallstoffen eine "echte Alternative" zu den Biodieseln aus Agrar-Produkten wie Raps- oder Palmöl. Das Produkt sei CO2-neutral, da kein industrieller Anbau notwendig sei. Zudem sei dieser Biodiesel tatsächlich nachhaltig, da nicht in Flora und Fauna eingegriffen werde, betonte Böing.

Die Kooperationspartner rechnen eigenen Angaben zufolge mittelfristig mit einer Menge von 2000 bis 3000 Tonnen Altspeisefett pro Jahr, welche die Bral für mehr als 4000 Gastronomiebetriebe in Berlin entsorgen wird. Aus 2500 Tonnen Altspeisefett produziert die Firmengruppe Petrotec rund 2,5 Millionen Liter Biodiesel. Damit können nach Unternehmensangaben zehn schwere Lkw jeweils 760.000 Kilometer weit fahren. (mit ddp)

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