LEHRSTELLENBÖRSE : Kugel-Verformer

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Gemeinsam mit meinestadt.de hat der Tagesspiegel die Aktion „Lehrstellenbörse – Perspektive Jugend“ gestartet: Zweimal wöchentlich porträtieren wir Firmen, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben.

Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Das geflügelte Wort gilt vor allem auch für den Verfahrensmechaniker Kunststofftechnik. Bei der Novapax Kunststofftechnik Steiner GmbH & Co. KG kommt der Kunststoff mehr oder weniger gleich an: in Form von Granulatkugeln. Diese werden eingeschmolzen und mit Druck in Formen gepresst. Das Werk in Tempelhof verlässt der Kunststoff dann in allen möglichen Varianten – als Handy-Akku, Flugzeug- oder Fahrzeugteil. Etwa 80 Prozent der Kunden sind Automobilhersteller oder -zulieferbetriebe.

Die Firma sucht zum September zwei Auszubildende zum Verfahrensmechaniker Kunststofftechnik. Sie sollten einen Realschulabschluss haben. „Sie müssen die Maschinen richtig einstellen und dementsprechend technisches Verständnis mitbringen“, sagt der kaufmännische Leiter Arno Schulz. Deswegen werden Bewerber zu einem Test eingeladen, bei dem auch Fragen zu Physik, Chemie und Mathematik gestellt werden. Gute Noten in diesen Fächern sind laut Schulz ein wichtiges Kriterium.

Temperatur, Druck, Fließgeschwindigkeit – all das muss der Auszubildende bei der Bedienung der Maschinen berücksichtigen. Eintönig wird die Aufgabe nicht. „Jeder Kunststoff verhält sich anders“, sagt Schulz. Als Verfahrensmechaniker Kunststofftechnik arbeitet man in einem ziemlich exklusiven Beruf. Bei der Industrie- und Handelskammer Berlin sind derzeit nur zehn Betriebe gemeldet, die zusammen 34 Ausbildungsplätze haben. Nach drei Jahren ist die Ausbildung abgeschlossen. Novapax zahlt im ersten Ausbildungsjahr 721 Euro. Außerdem sucht das Unternehmen zwei Werkzeugmechaniker. Informationen bei Frau Kelm, Tel: 70 19 140.mj

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