LEHRSTELLENBÖRSE : Mitdenker

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Quelle: Tagesspiegel

HEUTE GESUCHT:

Gemeinsam mit meinestadt.de hat der Tagesspiegel die Aktion „Lehrstellenbörse – Perspektive Jugend“ gestartet: Zweimal wöchentlich porträtieren wir Firmen, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben.

Selbst für Könner ist Programmieren ein Geduldsspiel. „Beim ersten Versuch läuft nicht immer alles glatt“, sagt Ronny Pohle von clarq technologies. Geduldig sollen die Bewerber für die Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung deswegen sein. Bis zu zwei Auszubildende sucht die kleine Firma mit fünf fest angestellten Programmierern. In der Computerwelt ist Englisch die wichtigste Sprache und daher fordert das Unternehmen gute Sprachkenntnisse. Während der dreijährigen Ausbildung wird in der Berufsschule auch fachspezifisches Englisch unterrichtet.

Clarq technologies programmiert vor allem für Banken „intelligente Börsenhandelssysteme“. Die können eigenständig Aktien auf einem Markt kaufen und auf einem anderen wieder verkaufen. Wirtschaftsexperten müssen die Bewerber nicht sein. „Aber sie bekommen bei uns auch etwas vom Handel mit“, sagt Pohle. Das Leben als Programmierer spielt sich vor allem vor dem Computerbildschirm ab, langweilig soll es aber nicht werden. Deswegen bleibe den Auszubildenden Zeit für Kreativität. „Mitdenken ist sehr wichtig. Hier sollen sie nicht strikt nach Vorgaben programmieren“, sagt Pohle. Die beiden Auszubildenden, die 2007 begannen, haben jetzt ihr eigenes Projekt. Die Idee hatten sie bei einem Beisammensitzen am Wochenende. Sie stellten es in der Firma vor und setzen es nun um.

Die Firma zahlt im ersten Ausbildungsjahr 560 Euro und baut darauf, dass die Azubis lange bleiben. „Wir suchen teamfähige Leute, die hier reinpassen. Schließlich bilden wir aus, um unser Unternehmen zu erweitern“, sagt Pohle. Weitere Informationen: rpohle@khag.de. mj

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