LEHRSTELLENBÖRSE : Musik-Kaufmann

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Quelle: Tagesspiegel

HEUTE GESUCHT:

Bald beginnt das neue Ausbildungsjahr. Gemeinsam mit meinestadt.de hat der Tagesspiegel deshalb die Aktion „Lehrstellenbörse – Perspektive Jugend“ gestartet: Zweimal wöchentlich porträtieren wir Firmen, die Ausbildungsplätze anbieten.

Aksel Picker hat gelernt, ordentlich zu sein. Der 23-jährige nennt es „administrative Stärke“. Denn als Kaufmann für audiovisuelle Medien muss er beim Rolf- Budde-Musikverlag für kleinere oder weniger professionell aufgestellte Verlage die Organisation übernehmen. Dazu gehören Treffen mit Produzenten, Verhandlungen um Gema-Abgaben und die Vermarktung von Melodien an Werbe- und Filmleute. Dafür nimmt der Verlag eine Gebühr. Das 60 Jahre alte Familienunternehmen selbst hat unter anderem die Rechte an den Alphaville-Klassikern „Forever Young“ und „Big in Japan“.

Picker wurde 2007 nach nur zweieinhalbjähriger Lehre übernommen, normalerweise dauert sie drei Jahre. In der Berufsschule paukte er BWL und vieles mehr: „Vor allem alles rund um die Gema ist kompliziert.“ Der Verlag mit 15 Mitarbeitern setzt Azubis in der Copyright- oder Lizenzabteilung oder im administrativen Bereich ein. Die Ausbildung ist aber abteilungsübergreifend. „Wer will, kann den anderen über die Schulter gucken“, sagt Picker. Unter den Bewerbern „werden in der Regel Abiturienten bevorzugt“. Der Chef lege großen Wert auf Englisch; Deutsch- und Mathenoten sollten sich im „normalen Rahmen bewegen“. Vor der Lehre ist ein zweiwöchiges unbezahltes Praktikum nötig (Tel. 824 00 50, Ausbildungsbeginn: 1. September, Bewerbung bis Ende Juni). Rica Kolbe von der IHK Berlin sagt: „Es ist kein Massenberuf.“ In Berlin gibt es nur 130 Azubis. Die Bezahlung variiert zwischen 321 Euro im ersten und 713 Euro im letzten Lehrjahr. mj

Die Lehrstellenbörse im Internet:

http://service.tagesspiegel.de/lehrstellenboerse, www.meinestadt.de

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