Modernisierung : Siemens investiert 100 Millionen in Berlin

Siemens baut sein Berliner Schaltanlagenwerk um. Dafür investiert der Technologiekonzern nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2015. Ob dadurch neue Arbeitsplätze entstehen, lässt der Konzern jedoch offen.

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„Dies ist weltweit eine der höchsten Summen, die der Siemens-Sektor Energy bislang für die Modernisierung eines Werkes aufgebracht hat“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zugleich wird der Standort an der Nonnendammallee in Siemensstadt als Zentrum der weltweiten Forschung und Entwicklung für Hochspannungsschalttechnik ausgebaut.

Derzeit arbeiten in dem Schaltanlagenwerk mehr als 2000 Mitarbeiter. Sie stellen Komponenten her, mit denen zum Beispiel Kraftwerke den Stromnetzen zugeschaltet werden können. Ob durch die Modernisierung neue Arbeitsplätze hinzukommen, sei im Moment noch nicht absehbar, sagte ein Siemens-Sprecher. Das hänge auch von der Marktentwicklung ab. Zu erwarten sei, dass auch durch den Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze am Standort entstehen. Aber auch hier sei es noch zu früh, Zahlen zu nennen.

Die Baumaßnahmen sollen 2012 beginnen. Siemens plant, auf dem Werksgelände zwei komplett neue Produktionshallen zu bauen, die bestehenden Fertigungsstraßen zu erneuern und mit einer besseren Logistik ein „Werk der kurzen Wege“ zu schaffen. So soll das Werk fit gemacht werden für den europäischen Markt, wohin die Schaltanlagen künftig in erster Linie geliefert werden sollen. „Das ist ein klares und langfristiges Bekenntnis zum Industrie- und Forschungsstandort Berlin“, sagte Wolfgang Dehen, der im Siemens-Vorstand die Sparte Energie verantwortet. „Durch die massive Modernisierung kann das Werk langfristig als Flaggschiff im harten globalen Wettbewerb bestehen.“

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