Nach Schlecker-Insolvenz : Berliner Traditionsunternehmen Leiser ist insolvent

Nach der Drogeriekette Schlecker haben nun auch die Berliner Schuhhauskette Leiser und die Schwesterfirma Schuhhof Insolvenz angemeldet. Die Unternehmensgruppe leitete ein Planverfahren ein, über das es sich sanieren will.

Isabelle Buckow

Die Berliner Schuhhauskette Leiser und ihre Schwesterfirma Schuhhof sind insolvent. Das bestätigte das Unternehmen am Freitag. Demnach beantragten die Geschäftsführungen beim Amtsgericht Augsburg die Einleitung eines sogenannten Insolvenzplanverfahrens, über das sich das Unternehmen sanieren könnte. Laut Konzernangaben gab das Gericht dem Antrag am vergangenen Freitag statt.

Damit macht Leiser als eines der ersten Unternehmen in Deutschland von dem neuen Insolvenzrecht ESUG („Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen”) Gebrauch. Das Unternehmen sei im Verfahren vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt, sagte Leiser-Geschäftsführer Steffen Liebich der Berliner Morgenpost. Ziel seien eine umfangreiche Restrukturierung und Sanierung, um die Zukunft der Unternehmensgruppe zu sichern. Das Geschäft solle aber zunächst uneingeschränkt weiterlaufen. Ob Filialen geschlossen oder Kündigungen nötig sein werden, sei noch offen, wird Liebich von der Morgenpost zitiert. In Berlin seien 400 Beschäftigte betroffen.

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