Berliner Wirtschaft :  NACHRICHTEN 

Kulturkaufhaus Dussmann

hat neue Chefin

Julia Claren ist zur Geschäftsführerin des Kulturkaufhauses Dussmann in der Friedrichstraße berufen worden. Bisher war die 43-Jährige dort Hauptabteilungsleiterin für Klassik, Noten und Musikbücher; sie übernimmt die Position von Hartwig Schulte-Loh, der das Kaufhaus übergangsweise seit Ende 2006 geführt hatte.

Doch kein „Brandenburg-Haus“

am Olivaer Platz in Wilmersdorf

Die Pläne der Willmeroth Projektentwicklungsgesellschaft für das „Brandenburg-Haus“ – ein Markt für Bauern und Händler aus dem Umland – auf dem Olivaer Platz scheinen vom Tisch. Der Stadtplanungsausschuss Charlottenburg-Wilmersdorf beschloss, den Platz anders zu „qualifizieren“; Details stehen noch nicht fest. Sibylle Centgraf (Grüne) argumentierte, die Gebühren-Parkplätze auf dem Olivaer Platz brächten jährlich 156 000 Euro ein. Außerdem könne man den Investor kaum zur geplanten Aufwertung der dortigen Grünanlage verpflichten.

Neue Probleme beim geplanten Umbau von Haus Cumberland

Die Immobiliengruppe Orco plant im denkmalgeschützten Haus Cumberland am Kurfürstendamm Läden, Lokale und Büroräume – darunter auch Großraumbüros. Letztere lehnen das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf und die Stadtentwicklungsverwaltung jedoch ab: Die Traglasten reichten nicht aus, und eine „Entkernung“ lasse zu wenig vom Baudenkmal übrig, sagte Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler. Orco-Sprecherin Sabrina Eilers reagierte verwundert: Seit einer Vorstellung des Konzepts im Herbst habe sich nichts Wesentliches geändert.

FDP und IHK fordern einheitliche Regeln für Schankvorgärten

Die FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus verlangt „berlinweit einheitliche Regeln für die Sondernutzung von Straßenland“. Wie berichtet, verbieten sechs Bezirke ab Januar Heizpilze, Speisekartenaufsteller, große Schirme und Blumenkübel sowie weiteres Dekomaterial vor Lokalen. Die FDP sieht darin „massive Behinderungen“. Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Christian Wiesenhütter kritisiert, die Straßen würden „uniformer und steriler“. Touristen schätzten die „lebendige und kreative Stadt“. Ein Pilotprojekt in Friedrichshain-Kreuzberg habe 2004 gezeigt, dass Wirte maßvoll mit Verantwortung umgehen können. CD

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