Wertstoff-Streit : Senat verbietet "Gelbe Tonne Plus"

Der Berliner Senat hat einer neuen Wertstofftonne der Entsorgungsfirma Alba nun auch förmlich eine Absage erteilt. Tausende Tonnen müssen wieder eingesammelt werden.

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Der "Müll-Krieg" scheint beendet.
Der "Müll-Krieg" scheint beendet.Foto: Uwe Steinert

Die Umweltverwaltung schickte dem Unternehmen einen entsprechenden Beschluss per Fax zu und forderte Alba darin auf, alle 9000 "Gelbe Tonnen Plus" bis zum 13. August wieder einzusammeln. Alba werde den Inhalt des Schreibens prüfen und nach dessen förmlicher Bekanntgabe entscheiden, wie weiter vorgegangen werden soll, sagte Alba-Sprecherin Verena Köttker. "Es ist außerordentlich bedauerlich, dass die Senatsverwaltung ein seit Jahren etabliertes, kostengünstiges und umweltschonendes System der Wertstofferfassung, ohne ersichtlichen Grund, offensichtlich verbieten will und stattdessen auf eine gebührenfinanzierte Lösung setzt".

Der Tagesspiegel hatte bereits Ende Juni berichtet, dass der Senat der Ausweitung der gelben Tonne nicht zustimmen werde. Der Streit dreht sich um die künftige Verwertung von Müll. Ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz wird voraussichtlich in rund einem Jahr in Kraft treten und das Sammeln und Wiederverwerten von Stoffen wie Metall, Holz und Textilien regeln.

Die private Alba AG will dieses Geschäft nicht der landeseigenen BSR überlassen. Bislang teilen sich beide den Berliner Markt: Die BSR sammelt alle möglichen Arten von Müll, Alba ist für den Verpackungsabfall zuständig.

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