Wirtschaft : Berlins Mitte wird schöner

ALFONS FRESE

Endlich kommt Leben in die Mitte Berlins.Mit der Coca-Cola AG (CCE) zieht der bislang bedeutendste Mieter in die Friedrichstraße.Die rund 240 Mitarbeiter im neuen Headquarter werden der bislang vernachlässigten Traditionsstraße guttun.Und die CCE AG selbst verspricht sich mehr Image und Ausstrahlung; die Friedrichstraße stehe für "Aufschwung, Dynamik und Leben", was wiederum zu Coca-Cola passe, meint Vorstandschef Biegs.Da hat er wohl Recht, jedenfalls was Coca-Cola anbelangt.Der Getränkekonzern gibt sich gegenwärtig eine neue Struktur.Und die treibende Kraft ist dabei die Berliner CCE AG - und nicht die deutsche Tochter des US-Konzerns, die Coca-Cola GmbH mit Sitz in Essen.

Das Geschäft mit der braunen Brause funktioniert im Franchise-System: Franchise-Nehmer oder Konzessionäre bekommen von der Company das hochgeheime Konzentrat und vermischen dies mit Zucker und Wasser.Noch vor gut einem Jahr gab es zehn regionale Konzessionäre in Deutschland, inzwischen sind es noch sechs.Nach und nach hat sich die AG, 1996 aus einem Zusammenschluß von Konzessionären entstanden, weitere Konzessionen gesichert.Inzwischen deckt das Unternehmen 58 Prozent des deutschen Cola-Marktes ab.Tendenz steigend.Deshalb ist naheliegend, eine räumliche Zusammenlegung der AG mit der GmbH zu erwägen.Ursprünglich hatte man in Essen gehofft, die neue AG ins Ruhrgebiet holen zu können.Nachdem die Entscheidung für Berlin fiel und nachdem die AG immer größer wird, dürfte in absehbarer Zeit auch die GmbH nicht um einen Wechsel nach Berlin herumkommen.BERICHT SEITE 18

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