Wirtschaft : Bernhard Walter: Der Spitzenmann wurde manchmal unterschätzt

Bernhard Walter wurde gerade in der jüngeren Vergangenheit häufig nachgesagt, er zeige nicht genügend Entschlusskraft. Diese Kritiker dürfte der Chef der Dresdner Bank zwar eines Besseren belehrt haben, doch nun rechnen sie mit seinem Rücktritt. Dabei hatte gerade die Dresdner Bank große Hoffungen in ihren neuen Vorstandsvorsitzenden gesetzt. 1997 mussten mehrere Vorstandsmitglieder wegen persönlicher Steuervergehen ihren Hut nehmen. Walter rückte im September 1997 an die Spitze des Instituts vor.

Walter wurde 1942 im württembergischen Markgroeningen geboren, absolvierte eine Banklehre in Ludwigsburg und Stuttgart und studierte anschließend Betriebswirtschaftslehre. Seine Tätigkeit bei der Dresdner Bank begann er 1958. Zunächst hatte er verschiedene Führungspositionen sowohl im Filialnetz als auch ab 1981 in der Frankfurter Filiale inne. 1987 wurde er Mitglied des Vorstandes und widmete sich dort besonders dem Firmenkundengeschäft und dem Ausbau der Business Line Global Finance.

Er meidet die großen Auftritte in der internationalen Öffentlichkeit und erklärte auf einer Bilanzpressekonferenz "Das Drumherum- und Schönreden ist meine Sache nicht". Auf alle Vorwürfe reagierte Walter bisher mit erstaunlicher Gelassenheit und manche sagen, der Schwabe werde häufig unterschätzt. Doch diesmal scheint er Wirkung zu zeigen.

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