BERTELSMANN : Duett mit Heuschrecke

Der Medienkonzern Bertelsmann baut das Geschäft mit der Verwertung von

Musikrechten aus und hat den US-Finanzinvestor KKR als Kapitalgeber gewonnen. KKR übernimmt mit 51 Prozent die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen BMG Rights Management. Von Berlin aus soll das Geschäft weiterhin von Bertelsmann-Manager Hartwig Masuch geführt werden. Die Partnerschaft werde die Geschäftsentwicklung von BMG beschleunigen, da erhebliche Investitionsmittel bereitstünden, teilte Bertelsmann-Finanzchef Thomas Rabe mit. „Wir werden eine aktive Rolle in der zu erwartenden Konsolidierung des Marktes einnehmen können.“ Ein Sprecher ergänzte, es gehe nicht um spektakuläre große Übernahmen. „Es ist ein kleines Geschäft mit großen Wachstumschancen“, sagte er dem Tagesspiegel. BMG werde mit KKR in den USA expandieren. Aus rund 30 Mitarbeitern sollen mittelfristig mindestens 100 werden.

KKR bringt zunächst 50 Millionen Euro ein, bis zu 200 Millionen Euro könnten in den kommenden Jahren für mögliche Übernahmen hinzukommen. Spekuliert wird derzeit über einen Verkauf des Musikarchivs der britischen Emi. Auch der Rechtebesitz von

Michael Jackson könnte auf den Markt kommen. Bertelsmann betonte, man kehre nicht in das Tonträgergeschäft zurück. Die Rechteverwertung eingeführter Titel im Auftrag der Künstler über Radio, Fernsehen oder CD gilt als stabile Einnahmequelle. Den Musikverlag BMG Music Publishing hatte Bertelsmann 2006 für 1,63 Milliarden Euro an Universal verkauft. Den Rest des Musikkonzerns Sony BMG gab Bertelsmann 2008 an Sony ab. BMG behielt die Rechte an den Aufnahmen von mehr als 200 Künstlern, 100 sind dazugekommen.mot

0 Kommentare

Neuester Kommentar