Wirtschaft : Bertelsmann freut sich an Musiksparte Gewinn steigt im ersten Quartal

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(mot). Bertelsmann bleibt nach einem harten Sanierungsjahr 2003 auf Wachstumskurs. Der viertgrößte Medienkonzern der Welt bestätigte am Mittwoch seine Prognose für 2004, wonach das Unternehmen eine „weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses“ erreichen werde. „Beim Umsatz erwarten wir ein Wachstum der Geschäfte“, sagte Finanzvorstand Siegfried Luther. Den größten Beitrag zum Gewinnzuwachs im ersten Geschäftsquartal leistete nach Unternehmensangaben die Musiksparte BMG, die noch in diesem Jahr mit Sony Music fusioniert werden soll. Bereichsvorstand Rolf SchmidtHoltz hatte schon bei der Bilanzvorlage im März „das beste erste Quartal in der Firmengeschichte“ angekündigt.

In den ersten drei Monaten des Jahres lag der operative Konzerngewinn bei 111 Millionen Euro nach einem Verlust von 75 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank zum Vorjahr auf 3,79 Milliarden Euro (2003: 3,93 Milliarden Euro). Bereinigt um Sondereffekte wie den Verkauf des Fachverlags Bertelsmann Springer 2003 und Wechselkursänderungen stieg der Umsatz den Angaben zufolge um drei Prozent. Der Jahresüberschuss vor Fremdanteilen lag mit 39 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von minus 399 Millionen Euro. Hier wirkten nach Bertelsmann-Angaben auch positive Sondereinflüsse in Höhe von 15 Millionen. Wegen Änderung der Rechnungslegungsvorschriften entfielen darüber hinaus die planmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte. Sie hatten im Vergleichsquartal des Vorjahres den Jahresüberschuss noch um 163 Millionen Euro gedrückt.

Bertelsmann-Chef Gunter Thielen hatte im März bekräftigt, der Konzern wolle vor allem aus eigener Kraft wachsen und setze nur in zweiter Linie auf Zukäufe. Gute Nachrichten konnte Thielen bereits in der vergangenen Woche verkünden, als Bertelsmann und der Axel Springer Verlag die Zusammenlegung ihrer deutschen Tiefdruckereien bekannt gaben.

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