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Bertelsmann-Tochter verdient weniger : Schwaches Werbegeschäft macht RTL zu schaffen

Der Gewinnbringer im Bertelsmann-Konzern schwächelt. RTL wird 2014 deutlich weniger verdienen, weil Fiskus und Werbekunden Probleme bereiten. Die Aktie stürzt ab.

Tonstörung. Die Bertelsmann-Tochter RTL muss ihre Geschäftsprognose senken.
Tonstörung. Die Bertelsmann-Tochter RTL muss ihre Geschäftsprognose senken.Foto: dpa

Nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr hat der Fernsehkonzern RTL Group seine Prognosen gesenkt. Vor allem wegen schwacher Geschäfte in Frankreich und der neuen Werbesteuer in Ungarn erwartet das Unternehmen nun einen „leichten“ Umsatzrückgang in diesem Jahr. Der operative Gewinn (Ebita) soll deutlich stärker sinken, wie die größte werbefinanzierte Sendergruppe Europas am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Bislang hatte das Unternehmen weitgehend stabile Ergebnisse in Aussicht gestellt. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz verglichen mit dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Euro zurück. Der operative Gewinn sackte um 6 Prozent auf 519 Millionen Euro ab. Unter dem Strich brach der Gewinn um mehr als die Hälfte auf 202 Millionen Euro ein. Auch das Produktionsgeschäft der Tochter Fremantle-Media lief im ersten Halbjahr nicht rund.

Die Aktie verliert kräftig

Der gesenkte Ausblick schickte die RTL-Aktie am Donnerstag auf Talfahrt. Das Papier des Fernsehkonzerns rutschte um bis zu 8,7 Prozent auf 73,48 Euro ab und markierten damit den tiefsten Stand seit dreieinhalb Monaten. Im M-Dax waren sie der mit Abstand schwächste Wert. Der Gewinnrückgang bei RTL ist laut DZ-Bank-Analyst Harald Heider zwar teilweise auf Einmaleffekte zurückzuführen. Allerdings weise auch die operative Entwicklung insgesamt nur eine geringe positive Dynamik auf. Der Experte bekräftigte seine Verkaufsempfehlung für die Aktien. rtr/dpa

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