Wirtschaft : Beschäftigungsziel für Europa gefordert

Bergmann: Im EG-Vertrag verankern

BERLIN(mot).Eine gemeinsame europäische Beschäftigungspolitik ist nach Einschätzung von Berlins Arbeitssenatorin Christine Bergmann notwendiger denn je.Anläßlich eines Fachkongresses sagte Frau Bergmann am Montag, angesichts der Massenarbeitslosgkeit in der Europäischen Union müsse ein eigenständiger Titel in den EG-Vertrag aufgenommen werden, der die Mitgliedsstaaten zu nationalen Beschäftigungsprogrammen verpflichte.Bergmann kritisierte die Bundesregierung, die sich dieser von der Mehrheit der EU-Länder getragenen Forderung bislang widersetze.Es gehe nicht darum, die europäische Währungsunion durch beschäftigungspolitische Forderungen aufzuhalten, sondern darum, die Handlungsspielräume, die eine gemeinsame Geld- und Währungspolitik eröffneten, für eine aktive Beschäftigungspolitik zu nutzen.Gehe die Konsolidierungspolitik im Vorfeld der Währungsunion weiter auf Kosten der Beschäftigten, werde die ohnehin gesunkene Akzeptanz für den Euro weiter nachlassen, warnte Bergmann.Die Mehrheit der Berliner Unternehmen befürwortet nach Angaben der BAO Berlin Marketing Service GmbH die Einführung des Euro.BAO-Geschäftsführer Jörg Schlegel mahnte am Montag auf dem dritten Europäischen Forum Mittelstand in Berlin gleichwohl bessere Informationen über die Währungsunion an, die die Chancen und Probleme der Euro-Einführung verdeutlichen müßten.

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