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Wer täglich am Computer arbeitet, braucht einen guten Monitor / Die meisten Flachbildschirme sind empfehlenswert

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Von oben herab. Der obere Rand des Monitors sollte nicht auf Augenhöhe sein, sondern leicht darunter. Foto: ddp
Von oben herab. Der obere Rand des Monitors sollte nicht auf Augenhöhe sein, sondern leicht darunter. Foto: ddpFoto: ddp

Die Augen brennen, die Lider sind schwer, Kopf und Nacken schmerzen – ein Viertel der Menschen, die jeden Tag am Computer arbeiten, klagt über solche Beschwerden. Die Augen haben am PC viel zu tun. Sie müssen an einem normalen Arbeitstag bis zu 30 000 Mal neu scharfstellen – abwechselnd auf Monitor, Tastatur und Textvorlage. Bis zu 17 000 Mal passen sich die Pupillen an verschiedene Lichtverhältnisse an. Wer aber einen guten Monitor hat und ihn richtig einstellt, kann Beschwerden vermindern oder ganz vermeiden. Flachbildschirme schonen generell die Augen, weil sie nicht flimmern.

Die Stiftung Warentest hat 18 Flachbildschirme mit einer Bildschirmdiagonale zwischen 55 und 61 Zentimetern getestet. Geprüft wurden Bildqualität, Handhabung, Video- und TV-Funktionen sowie die Vielseitigkeit der Geräte. Zudem untersuchten die Tester den Stromverbrauch und die Strahlung.

Testsieger war der Acer GD245HQbid für 350 Euro, er hatte auch das beste Bild von allen Monitoren. Pro Sekunde kann er 120 Bilder erzeugen, weshalb der Monitor besonders für Computerspiele geeignet ist. Die Bewegungen beim Spielen laufen flüssig und gleichmäßig ab. Auch der gute LG W2363D und der insgesamt nur befriedigende Asus VG236H schafften 120 Bildwechsel pro Sekunde. Im normalen Arbeitsalltag reichen 60 – und das können alle Monitore im Test.

Im Gesamturteil genauso gut wie der Testsieger, dafür aber mit 196 Euro deutlich billiger war der Hanns. G HL231DPB. Neben der guten Bildqualität lobten die Tester die einfache Menüführung.

Wer viel am Computer liest, sollte einen großen Bildschirm wählen. So müssen Nutzer weniger scrollen – und auch das entlastet die Augen.

Zusätzlich zur Bildqualität sind auch die Einstellungen der Geräte wichtig für beschwerdenfreies Arbeiten am PC. Die Monitore sollten nicht zu hell eingestellt sein, weil sie sonst den Nutzer blenden. Sie sollten auch nicht in Blickrichtung zum Fenster stehen: Das strengt die Augen an, weil sie sich ständig an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse anpassen müssen.

Nacken- und Kopfschmerzen hängen oft mit zu hohen Bildschirmen zusammen. Die oberste Bildschirmzeile sollte nicht auf Augenhöhe sein. Entspannt sind Augen- und Halsmuskeln, wenn der Blick leicht nach unten geht. Je weiter sich der Bildschirm nach hinten kippen lässt, desto besser – Ideal sind nach Meinung der Experten 35 Grad.

Viele Monitore lassen sich aber kaum verstellen. Besonders gut ging das beim Dell U2211H für 255 Euro. Er lässt sich drehen und recht weit nach hinten kippen. Die Gesamthöhe ist mit 30 Zentimetern aber niedrig.

Experten raten auch von spiegelnden Monitoren ab, weil das die Augen anstrengt. Das war nur beim AsusVG236 H der Fall – mit 465 Euro das teuerste Gerät im Test – er wurde deshalb abgewertet.

Wer wenig Platz in der Wohnung hat, kann sich einen Monitor mit Fernsehempfänger zulegen. Die besten im Test waren der Acer M230HML für 315 Euro und der LG M2380D für 290 Euro. Sie können mit Fernsehern in ihrer Größe mithalten, nicht aber mit den größeren Modellen. Beide Monitore empfangen sogar analoge Kabel- und digitale Fernsehsignale (DVB-T). Bei analogen Signalen schneidet der Acer besser ab. Für einen vernünftigen Sound sollten beide aber an externe Lautsprecher angeschlossen werden, denn die Qualität der eingebauten Lautsprecher ist nach Meinung der Tester „kläglich“.

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