Wirtschaft : Bessere Vorzeichen für Asien

Japan kündigt Hilfen für Indonesien an / Neue Bankengespräche über Südkorea am Montag

TOKIO/NEW YORK/BONN (rtr/dpa).Bei dem Bemühen um eine Eindämmung der Finanzkrise in Südostasien hat es am Wochenende Fortschritte gegeben.Japan will nach Angaben von Vize-Finanzminister Eisuke Sakakibara gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) die angeschlagene indonesische Wirtschaft stützen.Auch bei den Gesprächen führender Banken über eine Umschuldung südkoreanischer Schulden, die an diesem Montag in New York fortgesetzt werden, könnte es nach Einschätzung der südkoreanischen Teilnehmer in den nächsten Tagen eine Einigung geben.Unterdessen forderte Bundesaußenminister Klaus Kinkel am Wochenende die Einrichtung eines Forums, in dem die Industriestaaten mit den asiatischen Ländern die wirtschafts- und finanzpolitischen Probleme erörtern sollen.Bundesfinanzminister Theo Waigel will noch im Februar nach Asien reisen. Japans Vize-Finanzminister sagte am Sonntag im Fernsehen, im Lichte der Indonesien-Krise "werden wir in dieser Woche in Zusammenarbeit mit dem IWF Schritte unternehmen".Einzelheiten nannte er nicht.Die jüngsten Einbußen der indonesischen Rupie und des südkoreanischen Won bezeichnete er aber als übertrieben. In New York sagten Bankenvertreter, die Umschuldungsverhandlungen für Südkorea am Freitag hätten Fortschritte gebracht.Südkoreanische Unterhändler sprachen sogar von beachtlichen Fortschritten.Ein Lösungsvorschlag sei, Verbindlichkeiten von rund 25 Mrd.Dollar je nach Fälligkeit um ein bis fünf Jahre zu strecken, hieß es.Die Börse in Seoul reagierte am Samstag mit deutlichen Kursgewinnen.Bereits am Freitag hatten die an den Gesprächen beteiligten deutschen Banken signalisiert, sie seien zu einer Umschuldung bereit.Die leichte Entspannung in Asien und die Turbulenzen um die angeblichen Affären des US-Präsidenten bringen unterdessen den Dollar unter Druck - und treiben den Goldpreis nach oben.Während der Dollar am Freitag unter 1,78 DM rutschte, stieg der Goldpreis um neun auf 300,30 Dollar je Feinunze.

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