Wirtschaft : Besserer Schutz für das Ersparte Die Einlagensicherung wird EU-weit erhöht

Brüssel - Ab 1. Januar ist das Ersparte durch neue EU-Regeln besser geschützt. Deutsche Banken verdoppeln dann den gesetzlichen Mindestschutz auf 100 000 Euro. Zudem muss das Geld bei einer Bankenpleite schneller ausgezahlt werden.

Wie ist mein Geld bei einer Bankpleite geschützt? Alle Banken sind Mitglied in einer gesetzlichen Auffanglösung, der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB). Diese garantiert Kundengelder wie Sparguthaben und Tages- oder Festgeldkonten, maximal jedoch 50 000 Euro. Ab Januar steigt dieser Garantiebetrag EU-weit auf 100 000 Euro.

Was ist, wenn ich mehr Geld angelegt habe? Für Beträge, die über die gesetzliche Garantiesumme hinausgehen, springen meist Sicherungsfonds ein, bei denen nahezu alle Institute freiwillig Mitglied sind. Geldanlagen wie Aktien, Fonds oder Zertifikate fallen jedoch nicht unter die Einlagensicherung.

Wie komme ich bei einer Bankpleite an mein Geld? In aller Regel nehmen die Sicherungsfonds der Banken und Sparkassen Kontakt zu den Sparern auf. Diese erhalten ein Formular, in dem sie Angaben zur eigenen Person und zum Vermögen machen müssen. Die Sicherungsfonds überweisen dann das Geld und holen sich die gesetzliche Mindestsicherung von der Entschädigungseinrichtung EdB.

Wie schnell erhalte ich mein Erspartes zurück? Bisher müssen Kundengelder bei einer Bankpleite innerhalb von drei Monaten ausgezahlt werden. Ab Januar wird die Auszahlungsfrist nach einer EU-Vorgabe auf maximal 30 Tage verkürzt. AFP

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