• Betriebsergebnis legt in den ersten neun Monaten um 20 Prozent zu - dennoch wegen leichter Umsatzverluste Erwartungen nicht erfüllt

Wirtschaft : Betriebsergebnis legt in den ersten neun Monaten um 20 Prozent zu - dennoch wegen leichter Umsatzverluste Erwartungen nicht erfüllt

Die rückwirkend zum 1. Januar 1 999 fusionierte Karstadt-Quelle AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ihr Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent gesteigert. Auch für das Gesamtjahr prognostizierte der Vorstand in seinem am Donnerstag vorgelegten Aktionärsbrief ein "deutlich verbesserte Betriebsergebnis". Angesichts des weiterhin für den Einzelhandel schlechten konjunkturellen Umfelds werde Deutschlands größter Warenhauskonzern, so Vorstandschef Walter Deuss, aber das "anspruchsvolle Ertragsziel nur noch annähernd erreichen".

In den ersten drei Quartalen summierte sich der Konzernumsatz auf knapp 23 Milliarden Mark, wobei die Quelle-Gruppe rund 8,5 Milliarden Mark beisteuerte. Bedeutendster Umsatzträger war nach wie vor das Warenhausgeschäft mit einem Umsatz von knapp 10,3 Milliarden Mark, 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies war nach Konzernangaben ausschließlich auf die Schließung von fünf Warenhäusern zurückzuführen. Flächenbereinigt sei der Umsatz um 0,6 Prozent gestiegen.

Im Versandhandel bot sich ein gemischtes Bild. Die Neckermann Versand AG musste Umsatzeinbußen hinnehmen. Hier verringerte sich der Umsatz um 0,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Mark. Das Ergebnis vor Ertragssteuern habe sich aber erheblich verbessert, hieß es. Gleichzeitig hätten die Spezialversender ihren Umsatz deutlich gesteigert und auch im Ausland seien die Wachstumsraten zweistellig. Auch beim Quelle-Teilkonzern mit 8,5 Milliarden Umsatz erzielten vor allem der Spezialversand und ausländische Tochtergesellschaften deutliche Zuwächse.

Der je zur Hälfte der Karstadt-Quelle AG und der Lufthansa AG gehörende C&N Touristic-Konzern blieb weiter auf Wachstumskurs. Die Veranstaltererlöse stiegen um 10,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Mark. Die Passagierzahlen erhöhten sich um 9,4 Prozent. Die Beteiligung ist allerdings nicht im Karstadt-Quelle-Abschluss konsolidiert.

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