Betrug : Vorsicht vor Datenklau am Automaten

Der Betrug bei der Kartenzahlung an den Kassen des Einzelhandels ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Deutlich gestiegen ist dagegen der Betrug mit gestohlenen Bankkartendaten.

Berlin - Allein der Betrug beim Lastschriftverfahren, also beim Zahlen mit Karte und Unterschrift, ging 2008 um 24,6 Prozent auf 21 820 registrierte Fälle zurück. Das geht aus der am Montag veröffentlichten polizeilichen Kriminalstatistik hervor. Beim Bezahlen mit Karte und Geheimnummer ging die Zahl der Betrugsfälle um 6,5 Prozent auf 23 689 zurück, bei den Kreditkarten ergab sich ein Minus von 14,4 Prozent auf 7940 Fälle.

Der deutliche Rückgang beim Kartenbetrug sei auf die stärkeren Kontrollen des Handels zurückzuführen, erklärten Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Zudem habe das Warnsystem „Kuno“ geholfen, das Händler auf gesperrte Karten aufmerksam macht. Nach Angaben des Einzelhandelsverbandes HDE bezahlen die Deutschen ihre Einkäufe mehr als eine Milliarde Mal im Jahr per Lastschriftverfahren.

Deutlich gestiegen ist dagegen der Betrug mit gestohlenen Bankkartendaten. Die Kriminalstatistik registrierte 2008 10 124 Fälle und damit mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor. Kriminelle kopieren bei dem Skimming genannten Verfahren die Karten von Bankkunden, indem sie Geldautomaten präparieren und auf diese Weise die Kartendaten und die Geheimnummer abgreifen. Damit stellen sie dann Duplikate der Bankkarten her, mit denen sie vor allem Geld am Automaten abheben. Der starke Anstieg geht laut Polizei darauf zurück, dass die kopierten Karten gleich von mehreren Tätergruppen genutzt werden. AFP

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