Betrugsfall Arnolds : Erste Geschädigte vermissen Millionen

In der Affäre um Millionen-Veruntreuungen bei der Essener Sicherheits- und Geldtransportfirma Arnolds haben sich die ersten Geschädigten gemeldet. Die DZ Bank vermisst vier Millionen Euro.

Frankfurt/Main - Die DZ Bank, Deutschlands größtes genossenschaftliches Zentralinstitut, vermisst vier Millionen Euro, wie aus Unternehmenskreisen verlautete. "Einige Kunden, darunter einige Banken, betrachten sich als geschädigt und haben sich dem Verfahren angeschlossen", sagte der Essener Oberstaatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer. Namen wollte er nicht nennen.

Arnolds habe der DZ Bank vergangene Woche acht Millionen Euro angekündigt, woraufhin das Institut das Geld wie üblich den Kunden gutgeschrieben habe, berichtete "Westfalen-Blatt" aus Bielefeld. Der Essener Geldtransporteur habe jedoch statt acht nur vier Millionen überwiesen. Den Kreisen zufolge entstand den Kunden daraus kein Schaden. Inwiefern jedoch die DZ Bank betroffen sei, müsse noch geklärt werden, hieß es.

Düsseldorfer Dienstleistungsgruppe will Arnolds übernehmen

Die beiden Geschäftsinhaber der inzwischen insolventen Firma Arnolds - Vater und Sohn - hatten sich vor einer Woche bei der Staatsanwaltschaft Essen freiwillig gestellt und gestanden, Firmengelder in Höhe von rund 16,5 Millionen Euro unterschlagen zu haben. Die beiden 61 und 39 Jahre alten Männer sitzen ebenso wie der 46-jährige Geschäftsführer in Untersuchungshaft.

Unterdessen bekundete die Düsseldorfer Dienstleistungsgruppe Klüh Service Management Interesse an der Übernahme von Arnolds. Klüh beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 27.000 Mitarbeiter in den Bereichen Reinigung, Sicherheit, Hausmeister-Service und Personaldienstleistungen. (tso/AFP)

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