Wirtschaft : Bewag: Der Stromkonzern steigert Gewinn kräftig

dr

Die Berliner Bewag hat im Geschäftsjahr 2000/01 (30. Juni) nach vorläufigen Zahlen ihren Jahresüberschuss um 15,2 Prozent auf 147,8 Millionen Euro gesteigert. Die Umsatzerlöse seien um 13 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Vorstandsvorsitzende der Bewag, Dietmar Winje, am Mittwochabend vor der Presse mit. Das Jahresergebnis mache deutlich, dass die Bewag ein wettbewerbsfähiges und finanzstarkes Unternehmen sei, sagte Winje weiter. Die Aktionäre erhalten eine leicht auf 0,58 Euro erhöhte Dividende. Der Stromabsatz stieg um gut 80 Prozent, was vor allem auf den stark ausgeweiteten Stromhandel zurückzuführen war. Der Marktanteil sank geringfügig auf 90 Prozent. Man werde die wirtschaftliche Stärke in den Aufbau der neuen Kraft einbringen, so Winje. Der neue Stromkonzern bestehend aus der Bewag, HEW, Veag und Laubag soll Ende 2002 stehen. Die Führung wird der schwedische Vattenfall-Konzern innehaben. Er sehe nichts, was diesen Zeitplan gefährden könnte, erklärte Winje, der auf Fragen nach der künftigen personellen Führung nicht weiter einging. Das gute Ergebnis gelang der Bewag, weil man sich bereits frühzeitig auf die sich abzeichnenden Veränderungen am Markt eingestellt habe, sagte Finanzvorstand Bernd Balzereit. Die Bewag habe verstärkt auf die Margen geachtet, und den Strom nicht zu jedem Preis verkauft. Der Verlust des ein oder anderen Großabnehmers (Berliner Abgeordnetenhaus, Schering) sei zu verschmerzen. Die Eigenkapitalrendite werde zwischen 8,5 Prozent und neun Prozent liegen, so Balzereit. Angestrebt würden zehn bis 15 Prozent. Profitiert hat die Bewag allerdings auch von Subventionen. Rund 77 Millionen Mark waren es unter dem Strich. Diese wurden zur Finanzierung des weiteren Personalabbaus verwandt. Beschäftigt die Bewag derzeit noch rund 5300 Mitarbeiter, sollen es Ende 2002 rund 1000 weniger sein.

0 Kommentare

Neuester Kommentar