Wirtschaft : Bewag: HEW will Southern Energy mit ins Boot holen - Engere Zusammenarbeit mit Vattenfall vereinbart

lip/mwb

Die Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) will nach einem Erwerb des 49-prozentigen Aktienanteils an der Bewag, dem amerikanischen Minderheitsaktionär Southern Energy möglicherweise an der unternehmerischen Führung des Berliner Energieversorgers beteiligen. "Wir sind gegenüber Southern Energy gesprächsbereit", erklärte HEW-Vorstandsmitglied Joachim Lubitz. Er wolle den US-Konzerns mit ins Boot holen, um die weitere Expansion der Bewag auf den ostdeutschen Strommarkt abzusichern. HEW hält bereits ef Prozent an dem Berliner Stromkonzern. "Wir wollen mit Southern Energy bei der Bewag partnerschaftlich zusammenarbeiten", unterstrich ein HEW-Sprecher. Die HEW wolle aber keine Bewag-Anteile abgeben. Den gerichtlichen Vorstoß des Berliner Finanzsenators Peter Kurth nehmen die Hamburger gelassen. Es werde sich an dem Fahrplan nichts ändern, versichert HEW-Vorstandsmitglied Lubitz. Der Senat habe sich damit lediglich Zeit verschafft, um die Auswirkungen der neuen Bewag-Anteilsstruktur für Berlin zu prüfen.

Unterdessen wollen die Hamburgischen Electricitäts-Werke und der schwedischen Vattenfall-Konzern enger zusammenrücken. Sie haben eine gemeinsame Energiehandelsgesellschaft unter dem Namen Nordic Powerhouse GmbH gegründet. Das Unternehmen, das mit einem Kapital von 5 Millionen Euro ausgestattet wurde, soll mit Strom-, Erdgas- und Öl- sowie Wetterderivaten handeln. Für Ende 2001 strebt das Unternehmen ein Handelsvolumen von 120 Terra-Wattstunden (1000 Gigawatt) an. Dies entspreche rund 20 Prozent des gesamten deutschen Strommarkts.

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