Wirtschaft : Bewag machen das Rennen

Erfolgreichster Berliner Wert der letzten Woche BERLIN (jojo).Das gibt es nicht allzu oft: Ein Berliner Wert unter den Wochengewinnern an den deutschen Börsen.Nachdem das Bewag / Gaz de France-Konsortium den Zuschlag für die Gasag bekam, kletterte der Kurs kräftig in die Höhe.22 Prozent legte der Energieversorger im Wochenvergleich zu - ein Gewinn, wie ihn in den vergangenen Monaten höchstens die Titel im Neuen Markt innerhalb von einer Woche erzielen konnten.Mit einem Kurs von 63 DM hat das Papier einen Höchststand erreicht - sicher zur Freude der rund 30 000 Kleinaktionäre. Reinhold C.Heibel, Vorstandsvorsitzender der Berliner Elektro AG, wird nicht müde, für seine Aktien zu werben.In den vergangenen Monaten waren seine Appelle an die Anleger allen Anstrengungen zum Trotz weitgehend erfolglos.Selbst die Kaufempfehlung der Analysten der Deutsche Morgan Grenfell konnte die Investoren nicht überzeugen.Mit dem jetzt angekündigten Börsengang des Unternehmensteils Elektrotechnik scheint Heibel endlich der Durchbruch gelungen: Die Stämme kletterten in der abgelaufenen Woche um beachtliche 20 Prozent auf 33,20 DM.Die Analysten zeigten sich überzeugt, daß die Börsennotierung weitere Transparenz in das einst als unüberschaubar geltende Unternehmen bringen wird.Heibel jedenfalls ist überzeugt: Die Berliner Elektro-Aktie ist gut und gerne 40 DM wert.Von seiner Arbeit überzeugt ist auch das junge Berliner Unternehmen Progeo AG.Mit pfiffigen Anzeigen haben die Existenzgründer diese Woche auf sich aufmerksam gemacht - sie werben mit einem System, das Risse in Flachdächern frühzeitig erkennt.Genau das richtige für die kaputten Decken der U-Bahnhöfe der BVG, wie Progeo meint.Die Anleger scheinen das Engagement zu honorieren: Nach vielen Wochen, in denen das Papier unter dem Emissionspreis von 22 DM lag, hält sich Progeo jetzt stabil bei rund 24 DM.Bis die erste Notiz wieder erreicht ist, dürfte es freilich noch eine Weile dauern: Der Anfangskurs auf dem Berliner Parkett am 14.Oktober 1997 lag bei 50 DM. Weit hinter ihren Emissionskurs zurückgefallen sind auch Beta Systems.Mit 131,50 DM hat das Softwareunternehmen vergangene Woche zwar 7 Prozent zugelegt.Gegenüber dem Höchststand von 215 DM freilich nimmt sich das Niveau bescheiden aus.Auf der Stelle tritt trotz vielversprechender Ankündigungen Herlitz.Im Wochenvergleich kam der Büroartikelhersteller nicht vom Fleck.In einer langjährigen Betrachtung ist der Kurs sogar weit unten: 1994 beispielsweise lag der Höchstkurs noch bei 375,33 DM und die Dividende bei 10 DM.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben