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Bewerbung um Berliner S-Bahn : Bombardier droht mit Wegfall von 1000 Jobs in Hennigsdorf

Der Zughersteller droht: Sollte Bombardier nicht den Zuschlag für die Berliner S-Bahn bekommen, stehen möglicherweise 1000 Arbeitsplätze in Hennigsdorf auf der Kippe.

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Der Zughersteller Bombardier droht mit dem Abbau zahlreicher Arbeitsplätze in seinem größten Werk in Hennigsdorf bei Berlin, sollte er nicht den Zuschlag für den Auftrag der S-Bahn-Berlin bekommen. Wenn Bombardier nicht gewinne, „werden wir in Hennigsdorf Anpassungen vornehmen“, sagte der Chef der Zugsparte, Lutz Bertling dem „Tagesspiegel“. „Der Auftrag sichert grob gerechnet 1000 Arbeitsplätze“, befand er weiter. Das heiße im Umkehrschluss allerdings nicht, dass auch 1000 Stellen abgebaut werden  müssten, wenn der Auftrag nicht kommt. Möglicherweise bekomme man andere Bestellungen, die die Kapazitäten auslasten. „Der komplette Auftrag S-Bahn Berlin wäre aber wohl kaum kompensierbar.“ Berücksichtigen müsse man auch die indirekte Beschäftigung, „von den Lieferanten bis hinunter zum Bäcker um die Ecke“.

 Bertling versprach für die Züge eine gute Qualität. „Wir werden eine hervorragende S-Bahn für die Hauptstadtregion bauen.“ In den vergangenen Jahren hatte es oft Probleme mit den von Bombardier gelieferten Fahrzeugen gegeben. Bombardier beschäftigt in Deutschland 9000 Menschen und in Hennigsdorf bei Berlin rund 2200. Die weltweite Bahn-Sparte wird von Berlin aus geleitet.

 

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