Wirtschaft : BfA-Nachwuchs fürchtet um Jobs Nicht alle können bleiben

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(hej). Dicke Luft bei der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA): Nur zehn der 137 Auszubildenden, die im Frühjahr ihre Prüfung ablegen, werden anschließend ins Beamtenverhältnis übernommen. Die Anwärter wurden am Donnerstag auf einer Personalversammlung darüber informiert, dass alle anderen nur Angestellte werden und Teilzeitstellen bekommen. Dabei wird auch noch innerhalb der Teilzeitstellen differenziert. Je nach Prüfungsergebnis erhält eine Gruppe unbefristete DreiviertelStellen, andere Anwärter bekommen bis zum 31. Dezember 2006 befristete Dreiviertel-Stellen, und die Prüfungsschlechtesten müssen sich mit halben Stellen, die zudem auf sechs Monate befristet sind, zufrieden geben. Die Betroffenen hätten von der Maßnahme erst vor einer Woche erfahren, erfuhr der Tagesspiegel aus Anwärterkreisen. Fatna Bischhaus vom BfA-Personalrat kündigte an, für die Auszubildenden kämpfen zu wollen. „Da bisher alle ins Beamtenverhältnis übernommen worden sind, konnten auch diese Anwärter mit einer Übernahme rechnen“, sagte Bischhaus dem Tagesspiegel.

Die BfA weist darauf hin, dass die Verträge keine Übernahmegarantie enthalten. Wie die Auszubildenden weiter beschäftigt werden, richte sich nach dem Stellenbedarf der Anstalt, sagte ein Sprecher. Insgesamt werden im kommenden Jahr 232 Anwärter ihre Laufbahnprüfung ablegen, die erste Gruppe im Frühling, die zweite im Herbst. Die BfA steht vor gravierenden Umstrukturierungen. Die Rentenversicherungsträger werden umgebaut. So sollen die BfA und der Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) 2005 fusionieren. Zudem sollen die Aufgaben zwischen der BfA und den Landesversicherungsanstalten neu verteilt werden.

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