Wirtschaft : BGB Capital Partners

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Im Februar hielten sich Christopher Flowers und Vertreter der Texas Pacific Group (TPC) noch getrennt zu Gesprächen in Berlin auf. Doch kurz darauf schlossen sie sich zu dem Konsortium BGB Capital Partners zusammen, weil gemeinsam die Chancen zur Übernahme der Bankgesellschaft größer sind. Sowohl Flowers als auch David Bonderman von Texas Pacific haben Erfahrungen in der Sanierung von Banken. Beide Investoren kaufen für wenig Geld Pleitekandidaten, sanieren die Firmen und verkaufen sie dann wieder. „Wir treten hier aber als langfristiger Investor auf“, hatte Flowers die Berliner Politik für sich einzunehmen versucht. „Es wird über Jahre keine betriebsbedingten Kündigungen geben.“ Flowers ist unter anderem an der japanischen Shinsei-Bank beteiligt, die Texas Pacific Group hat unter anderem die Korea Bank und die American Savings Bank saniert.

Flowers war bis 1998 bei der Investmentbank Goldman Sachs tätig und dort zuständig für Bankfusionen. Die Texas Pacific Group ist unter anderem an Continental Airlines, Ducati, Vespa und Del Monte Fruits beteiligt. Bis Ende vergangenen Jahres hatte die TPC in rund 45 Transaktionen in den USA und Europa rund acht Milliarden Dollar in Eigenkapitalbeteiligungen investiert.

Nach Aussagen von Flowers wird sich das Angebot der beiden US-Investoren an der Kapitalzufuhr des Landes Berlin aus dem letzten Herbst orientieren. Das waren 1,7 Milliarden Euro. Flowers und TPC verlangen vom Land Garantien für bislang nicht erkennbare Risiken. Früheren Angaben zufolge gehen die beiden US-Investoren davon aus, die Bankgesellschaft in drei bis fünf Jahren sanieren zu können. Eine deutliche Reduzierung der Belegschaft sei dazu unverzichtbar. Tsp

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