Wirtschaft : BGH beendet anonyme Beteiligung

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den anonymen Beteiligungen an einer Fondsgesellschaft einen Riegel vorgeschoben. Die obersten Richter in Karlsruhe entschieden, dass alle Beteiligten in sogenannten Publikumsgesellschaften ihre Identität offenlegen müssen (Aktenzeichen: II ZR 134/11). Damit folgte das Gericht den Entscheidungen der Vorinstanzen. Nach Einschätzung der Anwälte gibt es mehrere hundert Publikumsgesellschaften in Deutschland, die mehrere Milliarden Euro bewegen. Hintergrund des Streits ist, dass in Publikumsgesellschaften zwei Formen der Mitgliedschaft möglich sind: die unmittelbaren Gesellschafter, die mit vollständigem Namen, Wohnort und Haftsumme ins Handelsregister eingetragen werden und die mittelbaren Gesellschafter, die sich anonym über eine Treuhänderin am Publikumsfonds beteiligen. Beide Gesellschafterformen sind in Rechten und Pflichten gleichberechtigt. Deshalb, so entschied der Bundesgerichtshof, sei es auch nur recht und billig, wenn die Namen offengelegt werden. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben