Wirtschaft : BHF-Bank arbeitet wieder höchst profitabel

FRANKFURT (MAIN) (rtr).Die BHF-Bank AG hat ihre Rentabilität 1998 erheblich steigern können.Vorstandssprecher Ernst Michel Kruse sagte am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt, in der erstmals vorgelegten IAS-Bilanz übersteige das Betriebsergebnis den Vorjahreswert um 38,2 Prozent.Unter Einschluß des steuerfrei realisierten Veräußerungsgewinns aus dem Verkauf der Charterhouse-Beteiligung steigerte der Konzern seinen Jahresüberschuß um 117,4 Prozent auf 363 Mill.DM.Mit einem DVFA-Ergebnis je Aktie von 2,40 DM nach 1,62 DM schnitt die BHF-Bank sogar besser ab als die nach Geschäftsvolumen mehr als zehnmal so große Deutsche Bank.

Kruse sagte, das sehr gute Ergebnis resultiere aus der konsequenten Umsetzung der erklärten Strategie, die Risiken im Kreditgeschäft zugunsten der profitablen Provisionsgeschäfte zu reduzieren.Wenn es überhaupt noch irgendwelche schwachen Punkte in der Geschäftsstruktur gebe, dann den, daß das Kreditportefeuille noch mehr von eigenkapitalbindenden Risiken befreit werden könne.Daran werde die Bank weiter arbeiten.

Zum Thema "Verkauf des rund 49prozentigen Aktienpakets der AGIV AG" gebe es nichts Neues zu berichten, sagte Kruse.Es bleibe dabei, daß die Bank sich noch 1999 aus der Industriebeteiligung zurückziehen wolle.Daran werde gearbeitet, mehr wolle er zu dieser "komplexen Angelegenheit" nicht sagen, sagte Kruse.

Die operativen Gesamterträge des Konzerns seien um "beachtliche" 17 Prozent gesteigert worden.Die Schwerpunkte des Wachstums hätten im Provisions- und Handelsgeschäft gelegen, wo die Gewinne um 15,1 Prozent auf 535 Mill.DM beziehungsweise 36,2 Prozent auf 203 Mill.DM erhöht worden seien.Auch der Zinsüberschuß stieg dank verbesserter Durchschnittsmargen sowie höherer laufender Erträge aus Beteiligungen und Finanzanlagen um 14,5 Prozent auf 773 Mill.DM.Stattdessen hätten Mengeneffekte angesichts der geschäftspolitisch gewollten Begrenzung des Geschäftsvolumens keine Rolle gespielt.

Die 1997 eingeleitete Neuausrichtung der Kreditpolitik sei erfolgreich.Die gewichteten Risikoaktiva seien um sechs Prozent auf 44,5 Mrd.DM gesunken.1998 erwuchs der Vorsorgebedarf zu zwei Dritteln aus dem Auslandsgeschäft und zu einem Drittel aus dem Inland.Insgesamt wurden in die Risikovorsorge aus dem Kreditgeschäft 307 (Vorjahr 454) Mill.DM eingestellt.Die Eigenkapitalrendite vor Steuern habe sich 1998 von 9,5 auf 16,1 Prozent erhöht.Bis zum Jahr 2000 will der Konzern diese zentrale Erfolgskennziffer auf 20 Prozent steigern.Für 1998 will die Bank ihre Dividende auf 1,70 (1,45) DM je Aktie erhöhen.Auch 1999 sollen weitere eigene Aktien zurückgekauft werden.

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