Wirtschaft : BHF-Bank gut positioniert

FRANKFURT (MAIN) .Die eingeleitete Konzentration auf den deutschen Markt hält bei der BHF-Bank die Belastungen aus den Krisen in Asien und Rußland in Grenzen.Dennoch werde die Risikovorsorge wegen der Unsicherheiten im Ausland im dritten Quartal um 87 Mill.DM auf 194 Mill.DM aufgestockt, sagte der Vorstandssprecher Ernst Michael Kruse am Donnerstag in Frankfurt.Dies werde aber von wachsenden Erträgen in allen Geschäftsbereichen ausgeglichen.

Allein in Lateinamerika ist das Bankhaus mit 1,2 Mrd.DM engagiert, betonte Kruse.Dies entspreche 3,6 Prozent des Kreditvolumens der Bank.In Brasilien betrage die Netto-Inanspruchnahme 439 Mill.DM, die Vorsorgequote ein Prozent.In Mexico liege die Vorsorgequote bei sieben Prozent.Das Engagement in Rußland bezifferte das Institut mit 184 Mill.DM.Bei den mittel- und langfristigen Forderungen in Rußland in Höhe von 34 Mill.DM liege die Vorsorgequote bei 26 Prozent.Ein hohes Risiko sieht Kruse weiterhin in Indonesien.Die Kredite in das Land in Höhe von 259 Mill.DM seien bereits zur Hälfte abgeschrieben worden.Die Kredite in die Länder Indonesien, Thailand, Malaysia und Südkorea summieren sich auf 620 Mill.DM und machen zwei Prozent des BHF-Kreditvolumens aus.

In den ersten neun Monaten stieg das Betriebsergebnis nach Vorsorge um 33 Prozent auf 335 Mill.DM.Zusätzlichen Schub soll 1999 die Zusammenarbeit mit dem neuen BHF-Großaktionär ING bringen.Die Niederländer halten 39 Prozent an der Frankfurter Bank.

Eine kräftige Zunahme im Wertpapiergeschäft verbesserte das Provisionsergebnis um 13,4 Prozent auf 399 Mill.DM.Der Zinsüberschuß legte um 15,1 Prozent auf 587 Mill.DM zu.Im Eigenhandel schnellte der Gewinn sogar um 50 Prozent auf 86 Mill.DM hoch.Der Verwaltungsaufwand wuchs dagegen lediglich um 2,2 Prozent auf 550 Mill.DM.Zusammen mit dem Ertrag aus dem Verkauf der Charterhouse-Gruppe wuchs der Gewinn vor Steuern um 83 Prozent auf 479 Mill.DM.

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