Wirtschaft : BHW erleidet Gewinneinbruch Baufinanzierer ist verhalten optimistisch für 2005

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Hannover Der Baufinanzierer BHW drückt beim Verkauf der Problemtochter Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) aufs Tempo. „Wir haben das Bieterverfahren für den Verkauf der AHBR eingeleitet“, sagte der Vorstandschef der BHW, Reinhard Wagner bei der Vorlage der Bilanz in Hannover.

Gemeinsam mit der Gewerkschaftsholding BGAG, die die Hälfte der Anteile an der AHBR hält und auch an der BHW beteiligt ist, will das Hamelner Unternehmen die verlustbringende Hypothekenbank verkaufen. Die BHW selbst hält zwar nur 39,5 Prozent an der AHBR, hat aber die Unternehmensführung. Die AHBR war vor allem wegen Zinsspekulationen in eine finanzielle Schieflage geraten. Auch die BHW selbst steht zum Verkauf, weil die Großaktionäre BGAG und der Deutsche Beamtenwirtschaftsbund ihre Anteile veräußern wollen. Den Verkauf der AHBR wird deshalb auch die Postbank freuen. Sie hat vor zehn Tagen 9,2 Prozent an der BHW erworben. Zudem hat Vorstandschef Wulf von Schimmelmann Interesse an der kompletten Übernahme der BHW bekundet – unter der Bedingung, dass sie sich von der AHBR trennt.

Der Gewinn der Bausparkasse BHW, die auch immer mehr in das Geschäft mit der Altersvorsorge drängt, brach 2004 ein. Sie erwirtschaftete nur noch einen Überschuss von 63,7 Millionen nach 150 Millionen Euro im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Bilanzgewinn lag bei 102,8 Millionen Euro nach 101,1 Millionen Euro im Vorjahr. Das Betriebsergebnis im Konzern stieg von 118,5 Millionen auf 136,2 Millionen Euro. Wagner stellte den Aktionären erneut eine Dividende in Höhe von 50 Cent pro Aktie in Aussicht.

Für 2005 zeigte Wagner sich verhalten optimistisch: Er rechne mit einer „stabilen Geschäftsentwicklung und einer zufrieden stellenden Ertragslage“. Das Neugeschäft in den ersten Wochen des Jahres sei insgesamt erfreulich verlaufen. kk (HB)

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