Biermarkt : "Der August war schrecklich"

Die gegenwärtige Sparwut der Deutschen angesichts von Inflation und steigenden Energiepreisen bekommt auch der Biermarkt zu spüren. Der Konsum in Deutschland ist nach Einschätzung des führenden Braukonzern gerade im August deutlich gesunken.

Frankfurt/Meschede"Der August war schrecklich", sagte der Chef der Radeberger Gruppe, Ulrich Kallmeyer, am Mittwoch. Das sei im Biermarkt von allen Seiten zu hören. Kallmeyer verwies dabei auf die hohe Inflation und stark gestiegene Ausgaben der Verbraucher insbesondere für Energie. Das schlage unter anderem auch auf den Bierkonsum in Deutschland durch. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet er unverändert einen Rückgang des Biermarktes um vier Prozent. Bis Ende Juli betrug das Minus 0,5 Prozent.

Auch nach Einschätzung der Privatbrauerei Veltins verlief der August unter den Erwartungen der Branche. Trotz schönen Wetters seien viele Biergärten nicht gut besucht gewesen. "Die Urlaubsfreude lässt sich keiner nehmen", sagte Veltins-Sprecher Ulrich Biene. Die Verbraucher sparten angesichts höherer Energiekosten eher in anderen Bereichen. Die Braubranche habe im August unter einer deutlich spürbaren Konsumzurückhaltung gelitten. Es sei durchaus realistisch, dass der Rückgang des Biermarktes 2008 größer ausfalle als 2007. Damals waren es minus 3,7 Prozent. Im Unterschied zur Fußball-WM habe die Fußball-EM der deutschen Braubranche keinen Absatz-Kick beschert. (imo/dpa)

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