BIETERSCHLACHT : Pumpt GM eine Milliarde Dollar in Opel?

Die bisherige Opel-Mutter General Motors (GM) ist laut einem Zeitungsbericht bereit, mehr als eine Milliarde Dollar in den deutschen Autohersteller zu investieren. Das berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf eine informierte Person. Ein solches Vorgehen wäre eine drastische Abkehr von der bisher bekannten GM-Position: Es galt als ausgeschlossen, dass der nach der Insolvenz vom US-Staat kontrollierte Konzern amerikanische Steuergelder ins Ausland pumpen würde. Die Wendung könnte die Spekulationen befeuern, GM spiele mit dem Gedanken, Opel doch zu behalten. Das neue Übernahmeangebot des Opel-Bieter RHJ kritisierte der Opel-Betriebsratschef Klaus Franz als „einen Werbegag.“ Der Finanzinvestor hatte neu kalkuliert und will nun mit 3,2 Milliarden Euro Staatshilfe auskommen – 600 Millionen Euro weniger als bislang. RHJ teilte mit, nun 300 Millionen statt bislang 275 Millionen Euro Eigenkapital in Opel investieren zu wollen. Ferner werde der staatlich abgesicherte Kredit bereits 2013 und damit ein Jahr früher als geplant zurückgezahlt. Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend. alf/dpa

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