Bieterstreit : Wenn der Jaguar mit dem Kleinwagen

Luxus trifft Schlichtheit: Der amerikanische Automobilkonzern Ford will seine Edel-Marken Jaguar und Land Rover loswerden. Favorit ist nun ein indisches Unternehmen für einfache Pkws. Doch was kommt dabei heraus?

Liva Haensel

DetroitDer US-Automobilkonzern Ford ließ verlauten, dass er seine beiden Luxusmarken Jaguar und Land Rover verkaufen wird - einige neue Besitzer kommen in Betracht. Besonders hoch im Rennen ist der indische Pkw-Konzern Tata Motors, wie Ford mitteilte. Noch heute soll eine konkrete Vorentscheidung fallen, möglicherweise zugunsten der Tata Group, wie das "Wall Street Journal Europe" berichtet. Tatas Angebot für die Edelmarken wird auf bis zu zwei Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) geschätzt.

Tata Motors produziert vor allem neben Bussen und Transportern einfache Kleinwagen - eine Tatsache, die so manchem Jaguarbesitzer bitter aufstoßen könnte. Die britischen Gewerkschaften äußerten sich indes begeistert von dem potentiellen Bewerber im Verkaufsprozess, denn sie sehen damit die Arbeitsplätze für rund 16.000 Angestellte gesichert.
 
Der Verband amerikanischer Jaguar-Händler jedoch ist not amused: Ein indischer Besitzer der Luxus-Limousine würde den Preis des selbigen mindern, so deren Meinung.  Wie sich Ford tatsächlich entscheiden wird, steht noch nicht fest. Aber: Es sind noch andere Bieter im Gespräch. Darunter soll auch ein weiteres indisches Unternehmen sein mit dem Namen Mahindra.

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