Bilanz : Adidas stabil trotz Gewinnrückgang

Europas größter Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal wegen seiner US-Tochter Reebok wie erwartet einen Gewinnrückgang verbucht. Trotzdem zeigt sich der Konzern überzeugend und kann früher als erwartet positive Zahlen schreiben.

Herzogenaurach - Das Betriebsergebnis (Ebit) verringerte sich um acht Prozent auf 229 Millionen Euro, wie der Konzern mitteilte. Vor Steuern sank der Gewinn um 13 Prozent auf 191 Millionen Euro. Der Überschuss nach Anteilen Dritter fiel um elf Prozent auf 128 Millionen Euro. Beim Umsatz stieg von drei Prozent auf 2,538 Milliarden Euro. Währungsbereinigt betrug das Plus neun Prozent.

Neben Reebok waren laut Adidas höhere Werbeaufwendungen für den Ergebnisrückgang verantwortlich. Um die US-Tochter profitabel zu machen, werden rund 50 Millionen Euro in die Umstrukturierung von Reebok investiert. Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer sagte, der Konzern sei gut ins Jahr 2007 gestartet. Die Integration der Anfang 2006 übernommenen Reebok verlaufe besser als erwartet: So habe Reebok bereits im ersten, voll konsolidierten Quartal 2007 positive Zahlen geschrieben. Ursprünglich sei dies erst für das dritte Quartal erwartet worden.

Hainer bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Auch ohne sportliche Großereignisse wolle der Konzern eine kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerung erzielen. Der Überschuss soll im laufenden Jahr um annähernd 15 Prozent wachsen. Der Umsatz solle im mittleren einstelligen Bereich zulegen. (tso/dpa)

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